Jedes Bundesland hat mindestens eine Kassenärztliche Vereinigung (KV). Diese sind organisiert in der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), die wiederum die Interessen der KVen und ihrer Mitglieder bundesweit vertritt.

Aufgaben der KVH

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Frankfurt. Unter Aufsicht des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration stellt sie in Hessen sicher, dass gesetzlich Versicherte durch niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten medizinisch versorgt werden und dass Praxen möglichst gleichmäßig im Bundesland verteilt sind. Deshalb organisiert sie auch den Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) in Hessen, den Patienten in Anspruch nehmen können, wenn ihre Hausarztpraxis geschlossen ist.

Die Mitglieder der KVH sind die niedergelassenen, ermächtigten und angestellten Ärzte, Psychologischen Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in Hessen, die Kassenpatienten behandeln. Derer gibt es mehr als 11.000 in Hessen und die KVH vertritt ihre Interessen gegenüber den Krankenkassen, der Politik und der Öffentlichkeit. Da die KVH gegenüber den Krankenkassen auch die Gewähr dafür übernehmen muss, dass alle Leistungen ihrer Mitglieder ordnungsgemäß erbracht werden, unterstützt und prüft sie ihre Mitglieder bei der Abrechnung. Zu allen beruflichen Fragen berät sie die Mitglieder nicht nur telefonisch an der info.line, sondern unter anderem auch in mehreren regionalen BeratungsCentern.

Diese Aufgaben kann die KVH nur mit viel Know-how und guten Strukturen meistern. Deshalb arbeiten unter der Leitung eines medizinischen Vorstands (Facharzt, Allgemeinmediziner) und eines Geschäftsführers in zwei Geschäftsbereichen (Honorar & Finanzen, Sicherstellung & Recht) zahlreiche Experten verschiedener Disziplinen abteilungsübergreifend zusammen.

Kernaufgaben: Die KVH stellt in Hessen sicher, dass gesetzlich Versicherte durch Ärzte und Psychotherapeuten medizinisch versorgt werden; auch in sprechstundenfreien Zeiten. Deshalb organisiert sie den Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) in Hessen, den Patienten nutzen können, wenn ihre Hausarztpraxis geschlossen ist. Damit sie nicht zu weit fahren müssen, gibt es über 70 ÄBD-Zentralen im ganzen Bundesland, die sie abends und am Wochenende allgemein-, kinder- oder augenärztlich versorgen. Die meisten befinden sich in Krankenhäusern, um die Notaufnahmen zu entlasten. Die Ärzte in den ÄBD-Zentralen werden durch medizinisches Fachpersonal unterstützt, das auch die Abläufe regelt. Neben den Anlaufstellen vor Ort ist der ÄBD auch telefonisch erreichbar: In zwei Dispositionszentralen (Frankfurt, Kassel) gehen alle Anrufe aus Hessen über die bundeseinheitliche ÄBD-Rufnummer 116117 ein. Das Personal (Disponenten) berät die Anrufer und organisiert wenn nötig Hausbesuche. Die Mitarbeiter der Abteilung ÄBD sind also in ganz Hessen verteilt; die ÄBD-Zentralen in fünf regionale Teams aufgeteilt. Am KVH-Standort Frankfurt ist einzig das Backoffice angesiedelt, das die Team- sowie den Abteilungsleiter in zentralen und organisatorischen Aufgaben unterstützt, vor allem bei Verwaltung und Praxis-IT.

Mitarbeiter: >800 

Teams:

  • ÄBD Region Nordhessen
  • ÄBD Region Osthessen
  • ÄBD Region Südhessen
  • ÄBD Region Rhein-Main
  • ÄBD Region Westhessen
  • Dispositionszentrale Nord (Kassel)
  • Dispositionszentrale Süd (Frankfurt)

Kernaufgaben: In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bekommen Ärzte und Psychotherapeuten ihr Honorar nicht direkt vom Patienten, sondern rechnen einmal im Quartal nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) mit ihrer KV ab. In Hessen werden also Leistungen, die Praxen für gesetzlich Versicherte erbringen über die KVH abgerechnet. Diese prüft die Daten und leitet sie zur Vergütung an die Krankenkasse des Patienten weiter. Da der EBM umfangreich ist, braucht es Experten, die die Mitglieder kompetent beraten können. Diese Experten sitzen in der Abteilung Abrechnung. Sie prüfen Quartalsabrechnungen qualitativ sachlich-rechnerisch, koordinieren deren Bearbeitung und unterstützen Mitglieder bei Fragen – etwa, wenn eine Praxis Probleme hat, die Abrechnung mit ihrem Praxisverwaltungssystem (PVS) zu erstellen oder zu übermitteln. Da es schwierig ist, über alle Regelungen des EBM auf dem Laufenden zu bleiben, bereiten sie für Mitglieder abrechnungsrelevante Infos leicht verständlich auf. Sie begleiten den Abrechnungsprozess – auch für Sonderverträge, die KVH und Krankenkassen schließen – und entwickeln den dazugehörigen Service kontinuierlich weiter. Ferner stellen sie die technischen Grundlagen sicher, inklusive aller Programme und Funktionen, und sind abteilungsübergreifend in Projekte eingebunden.

Mitarbeiter: >120

Teams:

  • Team Abrechnungseingang
  • Team Online-/Arbeitsvorbereitung
  • Mehrere bearbeitende Teams

Kernaufgaben: Rund um die vertragsärztliche und -psychotherapeutische Tätigkeit gibt es viel zu beachten. Fragen zur Honorarverteilung, EBM, Zulassung, Bedarfsplanung, Kooperationsformen und Fördervorrausetzungen oder Arzneien und Verordnungen sind an der Tagesordnung – sowohl bei Ärzten und Psychotherapeuten als auch bei Medizinstudierenden und Patienten. Vom Praxisalltag über die Niederlassung und das Honorar bis hin zum Ruhestand wollen die mehr rund 12.000 Mitglieder der KVH gut beraten werden. Dafür stehen die fünf regionalen BeratungsCenter: In Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Kassel und Wiesbaden stehen ihnen Berater kompetent zur Seite. Wer seine Fragen telefonisch klären möchte erhält in der info.line – der zentralen Mitglieder-Hotline – fundiert Auskunft und Unterstützung. Genau wie die Berater sind auch sie in der gesamten KVH gut vernetzt. Anliegen, die Patienten im Zusammenhang mit KVH-Mitgliedern haben, klärt das Team Patientenanfragen, an das sich gesetzlich Versicherte schriftlich wenden können. Daneben unterstützen die Kassenärztlichen Vereinigungen Patienten bei der Terminkoordination: Beim Facharzt oder Psychotherapeuten und auch beim Mammographie Screening-Programm.

Mitarbeiter: >100

Teams:

  • 5 Regionale BeratungsCenter (Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Kassel, Wiesbaden)
  • info.line
  • Patientenanfragen
  • Arznei-,Heil- und Hilfsmittel
  • Terminkoordination

Kernaufgaben: Die KVH unterstützt ihre Mitglieder nicht nur auf dem Weg in die Praxis, sondern auch im Ruhestand und trägt durch die Erweiterte Honorarverteilung (EHV) zur Absicherung ihrer Mitglieder im Alter bei. Denn ihre Altersversorgung ist komplex: Kammerfähige, freie Berufe wie Ärzte nehmen in der Regel nicht an der gesetzlichen Rentenversicherung teil, sondern an der berufsständischen Versorgung durch ärztliche Versorgungswerke. Niedergelassene Mitglieder der KVH sowie angestellte Ärzte haben darüber hinaus Anspruch auf Leistungen aus der EHV, die dafür sorgt, dass Invalide oder Ärzte im Ruhestand sowie Hinterbliebene durch ein Umlageverfahren weiterhin am Honorar teilhaben. Damit sie über Bedingungen und Vorschriften der EHV Bescheid wissen und im Alter keine bösen Überraschungen erleben, betreuen die Experten der Abteilung EHV aktive Mitglieder sowie EHV-Empfänger in allen Fragen rund um die Altersversorgung und nehmen individuelle Berechnungen vor. Sie betreuen die Ärzte unter anderem zu den Fragen der Höhe des Anspruchs, den Modalitäten der Einbeziehung, dem Versorgungsausgleich bei Scheidung und der Prozentaufteilung bei Berufsausübungsgemeinschaften oder bei Berufsunfähigkeit.

Mitarbeiter: 10

Kernaufgaben: Die Abteilung Finanzmanagement bereitet die Abrechnung nach. Sie kommt also ins Spiel, nachdem ein Mitglied der KVH seine Abrechnungsunterlagen erhalten hat. Die Kollegen im Finanzmanagement prüfen dann, ob die Abrechnung zeit- und patientenbezogen korrekt ist (Plausibilität). Darüber hinaus gehen sie Berichtigungsanträgen und -hinweisen nach: Im Auftrag der Krankenkassen (gemäß Paragraph 106d Sozialgesetzbuch V; Prüfaufträge) sowie der Prüfungsstelle, des Plausibilitätsausschusses und der Compliance prüfen sie Abrechnungen auf sachlich-rechnerische Berichtigung. Das Finanzmanagement berechnet auch die Höhe der Abschlagszahlungen an die Mitglieder und gleicht die Honorarkonten entsprechend aus. Zudem setzt sie Honorarkorrekturen aufgrund von Entscheidungen der KVH-Gremien um und berechnet im Rahmen des Jobsharings die Punktzahlobergrenzen; bei Überschreitung muss sie Geld zurückfordern.

Mitarbeiter: >40

Teams:

  • Finanzmanagement/Jobsharing
  • Plausibilität
  • Sachlich-rechnerische Berichtigung

Kernaufgaben: In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bekommen Ärzte und Psychotherapeuten ihr Honorar nicht direkt vom Patienten, sondern rechnen ihre für die Patienten erbrachten Leistungen mit ihrer KV ab. In Hessen erhält die KVH dafür von den gesetzlichen Krankenkassen eine Gesamtvergütung, deren Höhe sie jedes Jahr mit den Landesverbänden der Krankenkassen verhandelt. Bei diesen Honorarverhandlungen setzt sich die KVH dafür ein, dass ihre Mitglieder möglichst angemessen bezahlt werden. Um ihre Forderungen begründen zu können, braucht sie Zahlen, Daten und Fakten, die die Experten der Abteilung Honorarverteilung und Statistik erstellen und strategisch aufbereiten. Wer am Ende wie viel Geld bekommt, regelt der Honorarverteilungsmaßstab, den die Mitarbeiter ganz genau kennen müssen, damit sie seine Vorgaben und Regelungen umsetzen und die Honorarergebnisse auswerten und für Mitglieder sowie Gremien verständlich darstellen können. Alle Abrechnungsdaten laufen hier zusammen zu einem Pool, der strategische Analysen, Gremienanfragen oder Simulationen zukünftiger Honorarverteilungsszenarien ermöglicht.

Mitarbeiter: > 15

Teams:

  • Analyse & Statistik
  • Honorarverteilung & Kassenrechnung

Kernaufgaben: Die ambulante Versorgung in Hessen zu stärken ist nicht nur im Sinne der gesetzlich Krankenversicherten, sondern auch der KVH-Mitglieder. Denn wenn der Ärztemangel der Vergangenheit angehören soll, muss es attraktiv sein, sich in Hessen niederzulassen. Dazu reicht es nicht, die Qualität der medizinischen Behandlung durch Vorgaben zu sichern. Ärzte und Psychotherapeuten müssen darüber hinaus gezielt gefördert werden. Diese Aufgaben hat sich die Abteilung Qualitätsförderung auf die Fahne geschrieben: Sie organisiert Fortbildungsmaßnahmen und konzipiert für Vertragspraxen sowie Niederlassungsinteressierte das jährliche Fortbildungsprogramm, unterstützt bei der Einführung des Praxis- und Qualitätsmanagements und betreut Qualitätszirkel administrativ. Des Weiteren werden Medizinstudierende, Ärzte in Weiterbildung (ÄiW) sowie Psychotherapeuten in Ausbildung durch gezielte finanzielle Maßnahmen gefördert und von der Koordinierungsstelle innovative Wege bestritten, um medizinische Fachkräfte für Hessen zu gewinnen. Als besondere Fortbildungsevents finden die Studentenakademie für Medizinstudenten sowie das Doc’s Camp für ÄiW regelmäßig statt. Dabei ist es selbstverständlich, dass die Kollegen nicht nur mit anderen Abteilungen, sondern auch mit externen Partnern zusammenarbeiten.

Mitarbeiter: >20

Teams:

  • Qualitäts- und Veranstaltungsmanagement
  • Förderung Weiterbildung
  • Koordinierungsstelle Weiterbildung Allgemeinmedizin

Kernaufgaben: Ziel der Abteilung ist es, dass Belegärzte sowie KVH-Mitglieder in ihren Praxen qualitativ hochwertige Prozesse und Ergebnisse aufsetzen und erzielen; und zwar nicht nur im ambulanten Bereich, sondern sektorenübergreifend, etwa in der Zusammenarbeit mit Kliniken. Denn es gilt, hohe Qualitätsstandards bei der Behandlung sicherzustellen und weiterzuentwickeln. In Deutschland ist etwa vorgeschrieben, für welche Leistung ein Arzt oder Psychotherapeut eine besondere Genehmigung benötigt und welche Voraussetzungen er dafür erfüllen muss. KVH-Mitglieder, die solche Genehmigungen erhalten möchten, können auf die professionelle Unterstützung der Mitarbeiter der Abteilung Qualitätssicherung & Mitgliederservice Sonderverträge zählen. Darüber hinaus helfen sie Ärzten und Psychotherapeuten dabei, ihrer Fortbildungsverpflichtung nachzukommen und sich in Disease-Management-Programm- (DMP) sowie Sonderverträge einzuschreiben. Die Abteilung stellt auch sicher, dass Praxen in Hessen wichtige Formulare und Flyer für die tägliche Arbeit beziehen können. Vor allem das ärztliche Fachreferat berät mit umfangreichem Wissen rund um die fachärztliche Tätigkeit nicht nur Mitglieder, sondern auch Gremien und Organisationen im Gesundheitswesen zu übergeordneten medizinischen Fragestellungen.

Mitarbeiter: >40

Teams & Referate:

  • Qualitätssicherung Radiologie & Sonographie
  • Qualitätssicherung Substitution & weitere Genehmigungen
  • Mitgliederservice Sonderverträge
  • Fortbildungsverpflichtung (Referat)
  • Ärztliches Fachreferat
zuletzt aktualisiert am: 19.09.2018

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