In Deutschland darf nicht jeder Vertragsarzt und -psychotherapeut automatisch sämtliche Behandlungen an Patienten durchführen und abrechnen. Für bestimmte Kassenleistungen wie Ambulante Operationen (AOP) brauchen sie eine Genehmigung. Dies dient der Qualitätssicherung im Sinne der Patienten und Praxen. Hessische Vertragsärzte und -psychotherapeuten beantragen die Genehmigung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH).

Ambulantes Operieren

Viele chirurgische Eingriffe können heute ambulant durchgeführt werden, also ohne anschließenden Aufenthalt in Kliniken oder Krankenhäusern. Diese Eingriffe sind im Vertrag Ambulantes Operieren (AOP) als AOP-Katalog aufgelistet. Der Vertrag regelt die Rahmenbedingungen zur Durchführung ambulanter Operationen und sonstiger stationärer Eingriffe.

Fachärzte für

  • Augenheilkunde
  • Chirurgie
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  • Haut- und Geschlechtskrankheiten
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
  • Innere Medizin (Zulassung im fachärztlichen Versorgungsbereich)
  • Lungen- und Bronchialheilkunde
  • Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
  • Neurochirurgie
  • Orthopädie
  • Radiologie
  • Urologie

Für die Genehmigung zum ambulanten Operieren müssen organisatorische, hygienische, räumliche und apparative Voraussetzungen erfüllt werden (siehe §§ 4 bis 7 der Qualitätssicherungsvereinbarung ambulantes Operieren).

Wie erhalte ich die Genehmigung?

Wenn Sie Ambulante Operationen als Leistung für gesetzlich Versicherte anbieten und abrechnen möchten, muss die KVH dies zunächst genehmigen. Mitglieder der KVH stellen dazu einen Antrag bei der KVH und weisen die geforderten Voraussetzungen nach. Bitte beachten Sie, dass Genehmigungen nicht rückwirkend erteilt werden können. Bei dieser standortbezogenen Genehmigung müssen Sie für externe OP-Räume auch die Nutzungserkärung ausfüllen und einen weiteren Antrag stellen, wenn sich der OP-Standort verändert. Bitte beachten Sie, dass Genehmigungen nicht rückwirkend erteilt werden können.

Welche Leistungen sie nach der Genehmigung abrechnen können, hat die KVH ihren Mitgliedern in der Liste genehmigungspflichtiger Leistungen (GELE-Liste) zusammengefasst.

zuletzt aktualisiert am: 14.09.2018

Wer ist zur SQS verpflichtet?

Die Sektorenübergreifende Qualitätssicherung (SQS) ist bisher nur für die genehmigungspflichtigen Leistungen Ambulantes Operieren und Invasive Kardiologie verpflichtend. Die KVH schreibt Mitglieder, die zur SQS verpflichtet sind, individuell an und berät sie dazu, was sie dabei beachten müssen. KVH-Mitglieder, die sich darüber hinaus erkundigen möchten, finden mehr Informationen zur Sektorenübergreifenden Qualitätssicherung bei der KBV.

Abrechnung

Schon gesehen? Die KVH informiert ihre Mitglieder auch über die Abrechnung von Kassenleistungenin hessischen Vertragsarzt- und -psychotherapeutenpraxen sowie über aktuelle EBM-Änderungen.

Ansprechpartner

Beate Hartmann

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Qualitätssicherung Substitution & weitere Genehmigungen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-6551
Fax 069 24741-68819
qs.fb1.1(at)kvhessen(.)de

Ansprechpartner

Stefanie Gilmer

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Qualitätssicherung Substitution & weitere Genehmigungen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-6354
Fax 069 24741-68819
qs.fb1.1(at)kvhessen(.)de

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