Eine Frau sitzt vor einem Computerbildschirm. Auf dem Bildschirm ist die Webseite der KV Hessen zu sehen. © Nico El Nino

Die Telematikinfrastruktur (TI) vernetzt alle Akteure im deutschen Gesundheitswesen miteinander: Ärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser, Apotheken und Krankenkassen können Daten austauschen – über Sektorengrenzen hinweg. Medizinische Informationen, die für die Behandlung von Patienten benötigt werden, sind so schneller und einfacher verfügbar.

Elektronische Patientenakte (ePA)

In der vernetzten Gesundheitsversorgung ist sie das zentrale Element: In der ePA kann die Krankheitsgeschichte eines Patienten übergreifend dokumentiert werden. Das Gesetz sieht vor, dass alle Vertragsärzte und -psychotherapeuten ab dem 1. Juli 2021 die ePA lesen und befüllen können. Die Krankenkassen stellen ihren Versicherten seit Januar 2021 eine ePA bereit.

Für die Fachanwendung ePA müssen Praxen an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen sein und benötigen ein Software-Update Ihres E-Health-Konnektors zum ePA-Konnektor sowie ein ePA-Modul für ihr Praxisverwaltungssystem (PVS).

Finanzielle Förderung für die ePA

Die TI-Finanzierungsvereinbarung (Anlage 32 BMV-Ä) sieht für das Vorhalten und die Anwendbarkeit der Fachanwendung ePA Förderungen vor. Praxen brauchen keine Nachweise einzureichen, um die Förderung zu erhalten. Gefördert werden können Praxen nur, wenn bereits der Nachweis zum E-Health-Konnektor erbracht wurde. Die Information über das Vorliegen der Konnektor-Version ePA wird dann automatisch mit der Quartalsabrechnung übermittelt.

Folgende Beträge sind vorgesehen:

  • 400 Euro für das Update zum ePA-Konnektor (einmalig)
  • 150 Euro für die PVS-Anpassung (einmalig)
  • 4,50 Euro für die laufenden Betriebskosten (je Quartal)

Sanktion für Praxen bei Nichtanbindung

Haben Praxen die ePA-Updates nicht bis zum 30. Juni 2021 eingebunden, droht eine Kürzung des Honorars um ein Prozent. Bei Verhandlungen mit dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) konnte erreicht werden, dass von einer Sanktionierung für ein Quartal abzusehen ist, wenn eine verbindliche Bestellung vor dem 1. Juli 2021 vorliegt und nachgewiesen werden kann.

Praxen, die das ePA-Update bei Ihrem PVS-Anbieter bestellt haben, es aber noch nicht nutzen können, müssen die Kennzeichnungsziffer 98152 in Ihrer Abrechnung für das 2. Quartal 2021 auf einem beliebigen Abrechnungsschein ansetzen. So entgehen sie der Sanktionierung für ein Quartal. Mit dem Ansatz der Kennzeichnungsziffer 98152 bestätigen Praxen der KV Hessen die verbindlich erfolgte Bestellung. 

Hinweis: Wird die Praxis bereits wegen Nichtanbindung an die TI gekürzt, erfolgt keine höhere Kürzung, es bleibt bei einer Kürzung um 2,5 Prozent.

zuletzt aktualisiert am: 23.08.2021

Abrechnung

Ärzte und Psychotherapeuten können für das Ablegen medizinischer Daten in der elektronischen Patientenakte (ePA) die Gebührenordnungspositionen (GOP) 01431 und 01647 des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) abrechnen.
 

Aktuell informiert

Die KVH hat ihre Mitglieder im Juni 2021 per Rundschreiben zur neuen TI-Anwendung ePA informiert.

Ansprechpartner

info.line

Mo – Fr: 7 – 17 Uhr

Tel 069 24741-7777
Fax 069 24741-68826
info.line(at)kvhessen(.)de

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