Ein Arzt vor einem Notebook. Davor Symbole, die für Digitalisierung und Medizin stehen. © everythingpossible

Die Telematikinfrastruktur (TI) vernetzt alle Akteure im deutschen Gesundheitswesen miteinander: Ärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser, Apotheken und Krankenkassen können Daten austauschen – über Sektorengrenzen hinweg. Medizinische Informationen, die für die Behandlung von Patienten benötigt werden, sind so schneller und einfacher verfügbar.

Elektronische Patientenakte (ePA)

In der vernetzten Gesundheitsversorgung ist sie das zentrale Element: In der ePA kann die Krankheitsgeschichte eines Patienten übergreifend dokumentiert werden. Das Gesetz sieht vor, dass alle Vertragsärzte und -psychotherapeuten ab dem 1. Juli 2021 die ePA lesen und befüllen können. Die Krankenkassen stellen ihren Versicherten seit Januar 2021 eine ePA bereit.

Für die Fachanwendung ePA müssen Praxen an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen sein und benötigen ein Software-Update Ihres E-Health-Konnektors zum ePA-Konnektor sowie ein ePA-Modul für ihr Praxisverwaltungssystem (PVS).

Finanzielle Förderung für die ePA

Die TI-Finanzierungsvereinbarung (Anlage 32 BMV-Ä) sieht für das Vorhalten und die Anwendbarkeit der Fachanwendung ePA Förderungen vor. Praxen brauchen keine Nachweise einzureichen, um die Förderung zu erhalten. Gefördert werden können Praxen nur, wenn bereits der Nachweis zum E-Health-Konnektor erbracht wurde. Die Information über das Vorliegen der Konnektor-Version ePA wird dann automatisch mit der Quartalsabrechnung übermittelt.

Folgende Beträge sind vorgesehen:

  • 400 Euro für das Update zum ePA-Konnektor (einmalig)
  • 350 Euro für die PVS-Anpassung (einmalig)
  • 27,75 Euro für die laufenden Betriebskosten (je Quartal)

Sanktion für Praxen bei Nichtanbindung

Haben Praxen die ePA-Updates nicht eingebunden, droht eine Kürzung des Honorars um ein Prozent. Wird die Praxis bereits wegen Nichtanbindung an die TI gekürzt, erfolgt keine höhere Kürzung, es bleibt bei einer Kürzung um 2,5 Prozent.

zuletzt aktualisiert am: 04.11.2022

Abrechnung

Ärzte und Psychotherapeuten können für das Ablegen medizinischer Daten in der elektronischen Patientenakte (ePA) die Gebührenordnungspositionen (GOP) 01431 und 01647 des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) abrechnen.
 

Aktuell informiert

Die KVH hat ihre Mitglieder im Juni 2021 per Rundschreiben zur neuen TI-Anwendung ePA informiert.

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