Ein Mann bedient eine professionelle Kamera © Judith Scherer

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) informiert Medienvertreter direkt und aktuell über relevante Neuigkeiten rund um die ambulante Versorgung in Hessen – durch Pressemitteilungen und -konferenzen.

5.000 Mal kinderärztliche Hilfe per Video

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) hat einen Meilenstein in der digitalen Gesundheitsversorgung erreicht: Mit  heute 5.000 durchgeführten Videosprechstunden im Kinderärztlichen Bereitschaftsdienst hat sich das Angebot als fester Bestandteil der medizinischen Versorgungslandschaft in Hessen etabliert. Im nächsten Jahr soll es auch für erwachsene Patientinnen und Patienten zugänglich werden.

Seit ihrer Einführung im September 2023 ermöglicht die Kinder-Videosprechstunde Familien eine unkomplizierte ärztliche Beratung von zu Hause aus – immer dann, wenn die Kinderarztpraxen regulär geschlossen sind. Seitdem im Oktober 2025 die Sprechzeiten deutlich ausgeweitet wurden, können immer mittwoch- und freitagnachmittags sowie an Wochenenden, Feier und Brückentagen über die Rufnummer 116117 Termine bei den Kinder-VIDEOÄRZTINNEN und -ÄRZTEN vereinbart werden.

„Die 5.000 Kinder-Videosprechstunde zeigt, dass Versorgungsangebote immer dort angenommen werden, wo sie einen echten Mehrwert schaffen. Unsere Videosprechstunde ergänzt perfekt die ambulante Versorgung in den Kinderärztlichen Bereitschaftsdienstzentralen, indem sie Eltern mit akut erkrankten Kindern einen niedrigschwelligen, flexiblen Zugang zu kinderärztlichem Rat ermöglicht“, sagt Armin Beck, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVH.  

Zahlen aus dem Behandlungszeitraum September 2023 bis Juni 2026 zeigen, welche Krankheitsbilder von den Kinder-VIDEOÄRZTINNEN und -ÄRZTEN behandelt werden können: Akute Erkältungsbeschwerden (39 %), Augenprobleme (12 %), Hautveränderungen (13 %) und Magen-Darm-Beschwerden (11 %). Am häufigsten wurden Kleinkinder im Alter von 1 bis 3 Jahren behandelt (49 %), Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren (31 %) waren die zweitstärkste Altersgruppe, gefolgt von Säuglingen im Alter 1 bis 12 Monaten (17 %). Neugeborene (2 %) sowie Jugendlichen (2 %) stellten die kleinste Gruppe. Insgesamt konnten 86 Prozent der Fälle abschließend behandelt werden, sodass keine weitere Arztkonsultation notwendig war. Eine nicht repräsentative Patientenbefragung hat zudem ergeben, dass 89 Prozent der Befragten das Versorgungsangebot wieder nutzen würde.

„Der Blick ins nächste Jahr und auf die bevorstehende Notfallreform zeigt uns, dass wir mit unserer Kinder-Videosprechstunde schon frühzeitig die richtigen Weichen für die digitale Gesundheitsversorgung in Hessen gestellt haben. Wir arbeiten gerade intensiv daran, das Angebot auch für erwachsene Patientinnen und Patienten auszuweiten, so wie es auch im Gesetzentwurf zur Reform der Notfallversorgung vorgegeben ist“, so Armin Beck.

zuletzt aktualisiert am: 20.07.2026

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