In Deutschland darf nicht jeder Vertragsarzt und -psychotherapeut automatisch sämtliche Behandlungen an Patienten durchführen und abrechnen. Für bestimmte Kassenleistungen wie die photodynamische Therapie am Augenhintergrund (PDT) brauchen sie eine Genehmigung. Dies dient der Qualitätssicherung im Sinne der Patienten und Praxen. Hessische Vertragsärzte und -psychotherapeuten beantragen die Genehmigung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH).

Photodynamische Therapie am Augenhintergrund (PDT)

Bei der photodynamischen Therapie (PDT) erhält der Patient per Infusion einen speziellen lichtempfindlichen Wirkstoff (Verteporfin). Dieser reichert sich auch in den krankhaft veränderten Blutgefäßen der Retina an. Der Wirkstoff wird aktiviert, indem er mit einem nicht thermischen Rotlichtlaser bestrahlt wird. So können gezielt krankhaft veränderte Blutgefäße verschlossen werden.

Fachärzte für Augenheilkunde.

Folgende Nachweise sind einzureichen:

Mindestens 200 Fluoreszenzangiographien am Augenhintergrund zur Differentialdiagnostik pathologischer Veränderungen

  • innerhalb von fünf Jahren vor Antragstellung
  • selbstständige Auswertung unter Anleitung eines zur Weiterbildung im Gebiet Augenheilkunde befugten Arztes

50 photodynamische Therapien am Augenhintergrund

  •  innerhalb von fünf Jahren vor Antragstellung
  • selbstständige Durchführung unter Anleitung eines zur Weiterbildung im Gebiet Augenheilkunde befugten Arztes

oder

erfolgreiche Teilnahme an einem mindestens vierstündigen Kurs, in dem Kenntnisse zur Indikationsstellung und Durchführung der PDT vermittelt werden, innerhalb der letzten zwölf Monate vor Antragstellung.


Einzelheiten regelt § 3 Abs. 1 Nr. 2 und 2 Qualitätssicherungsvereinbarung PDT.

Zur photodynamischen Therapie müssen apparative Voraussetzungen erfüllt werden (siehe § 4 der Qualitätssicherungsvereinbarung PDT).

Wie erhalte ich die Genehmigung?

Wenn Sie photodynamische Therapie als Leistung für gesetzlich Versicherte anbieten und abrechnen möchten, muss die KVH dies zunächst genehmigen. Mitglieder der KV Hessen stellen dazu einen Antrag bei der KVH und weisen die geforderten Voraussetzungen nach. Bitte beachten Sie, dass Genehmigungen nicht rückwirkend erteilt werden können.

Welche Leistungen sie nach der Genehmigung abrechnen können, hat die KVH ihren Mitgliedern in der Liste genehmigungspflichtiger Leistungen (GELE-Liste) zusammengefasst.

Es gibt verschiedene Anforderungen an die schriftliche Dokumentation. Diese regelt § 5 der Qualitätssicherungsvereinbarung PDT.

Die ärztliche Dokumentation wird geprüft. Einzelheiten regelt § 6 der Qualitätssicherungsvereinbarung PDT.

Die Überprüfung der ärztlichen Dokumentation nach § 6 ist bis zum 31. Dezember 2019 ausgesetzt.

zuletzt aktualisiert am: 17.09.2018

Abrechnung

Schon gesehen? Die KVH informiert ihre Mitglieder auch über die Abrechnung von Kassenleistungenin hessischen Vertragsarzt- und -psychotherapeutenpraxen sowie über aktuelle EBM-Änderungen.

Ansprechpartner

Stefanie Gilmer

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Qualitätssicherung Substitution & weitere Genehmigungen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-6354
Fax 069 24741-68819
qs.fb1.1(at)kvhessen(.)de

Ansprechpartner

Beate Hartmann

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Qualitätssicherung Substitution & weitere Genehmigungen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-6551
Fax 069 24741-68819
qs.fb1.1(at)kvhessen(.)de

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