In Deutschland darf nicht jeder Vertragsarzt und -psychotherapeut automatisch sämtliche Behandlungen an Patienten durchführen und abrechnen. Für bestimmte Kassenleistungen wie die Nuklearmedizin brauchen sie eine Genehmigung. Dies dient der Qualitätssicherung im Sinne der Patienten und Praxen. Hessische Vertragsärzte und -psychotherapeuten beantragen die Genehmigung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH).

Nuklearmedizin

Die Nuklearmedizin verwendet radioaktive Substanzen zur Diagnostik und Therapie.

  • Fachärzte für Nuklearmedizin
  • fachärztlich tätige Ärzte mit Erfüllung der fachlichen Anforderungen

Fachärztlich tätige Ärzte mit Erfüllung der fachlichen Anforderungen:

  • gesamte nuklearmedizinische in-vivo-Diagnostik oder
    mindestens 36 Monate ständige Tätigkeit in der nuklearmedizinischen Diagnostik aller Organbereiche unter der Leitung entsprechend zur Weiterbildung ermächtigter Ärzte (dabei Möglichkeit der Anrechnung von 6 Monaten nuklearmedizinischer Therapie oder diagnostischer Radiologie, wenn unter der Leitung entsprechend zur Weiterbildung ermächtigter Ärzte erworben)
     
  • in-vivo-Diagnostik eines Organs / Organsystems oder
    mindestens zwölf Monate ständige Tätigkeit in der entsprechenden nuklearmedizinischen Diagnostik unter der Leitung zur Weiterbildung ermächtigter Ärzte (bei mehr als einem Organ(-system) Möglichkeit der Anrechnung von jeweils 6 Monaten auf die geforderten Zeiten)
     
  • Single-Photon-Emissions-Computer-Tomographie (in-vivo) oder
    zusätzlich zur Erfüllung einer der vorgenannten Anforderungen mindestens sechsmonatige ständige Tätigkeit in diesem diagnostischen Verfahren unter der Leitung entsprechend zur Weiterbildung ermächtigter Ärzte
     
  • nuklearmedizinische in-vitro-Diagnostik
    mindestens drei Monate ständige Tätigkeit in der nuklearmedizinischen in-vitro-Diagnostik bei einem dazu ermächtigten Arzt und Vorliegen der Fachkunde im Strahlenschutz sowie erfolgreiche Teilnahme am Kolloquium*

    *ausgenommen: nuklearmedizinische in-vitro-Diagnostik
  • Nachweis über die Genehmigung zum Umgang mit radioaktiven Stoffen der zuständigen Aufsichtsbehörde

Wie erhalte ich die Genehmigung?

Wenn Sie Nuklearmedizin als Leistung für gesetzlich Versicherte anbieten und abrechnen möchten, muss die KVH dies zunächst genehmigen. Mitglieder der KVH stellen dazu einen Antragbei der KVH und weisen die geforderten Voraussetzungen nach. Bitte beachten Sie, dass Genehmigungen nicht rückwirkend erteilt werden können.

Welche Leistungen sie nach der Genehmigung abrechnen können, hat die KVH ihren Mitgliedern in der Liste genehmigungspflichtiger Leistungen (GELE-Liste) zusammengefasst.

Einzelfallprüfung durch Stichproben (Dokumentationsprüfung): Prüfung aller Genehmigungsinhaber über 24 Monate zu jeweils zwölf Fällen.

zuletzt aktualisiert am: 17.09.2018

Abrechnung

Schon gesehen? Die KVH informiert ihre Mitglieder auch über die Abrechnung von Kassenleistungenin hessischen Vertragsarzt- und -psychotherapeutenpraxen sowie über aktuelle EBM-Änderungen.

Ansprechpartner

Ingeborg Schleicher

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Qualitätssicherung Radiologie & Sonographie
Antragsprüfung

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-6663
Fax 069 24741-68832
qs.radiologie(at)kvhessen(.)de

Ansprechpartner

Anne Nagel

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Qualitätssicherung Radiologie & Sonographie
Qualitätsprüfung

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-6684
Fax 069 24741-68832
qs.radiologie(at)kvhessen(.)de

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