In Deutschland darf nicht jeder Vertragsarzt und -psychotherapeut automatisch sämtliche Behandlungen an Patienten durchführen und abrechnen. Für bestimmte Kassenleistungen wie die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) brauchen sie eine Genehmigung. Dies dient der Qualitätssicherung im Sinne der Patienten und Praxen. Hessische Vertragsärzte und -psychotherapeuten beantragen die Genehmigung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH).

Knochendichtemessung

Knochendichtemessungen (Osteodensitometrien) sind medizinisch-technische Verfahren, durch die Dichte oder Mineralgehalt des Knochens bestimmt werden können. Die Osteodensitometrie wird eingesetzt, um Osteoporose sowie andere Knochenstoffwechselstörungen mit erhöhtem Risiko von Knochenbrüchen zu diagnostizieren und zu kontrollieren.

Ärzte, die nach dem maßgeblichen Weiterbildungsrecht berechtigt sind, Osteodensitometrien durchzuführen.

Für Ärzte mit Weiterbildung nach (Muster-)Weiterbildungsordnung ab 2003:

  • Vorliegen der Fachkunde im Strahlenschutz
  • Selbstständige Durchführung von 50 Untersuchungen unter Anleitung eines nach der Vereinbarung zur Strahlendiagnostik und -therapie in der Knochendichtemessung qualifizierten Arztes mit selbstständiger Einstellung des Gerätes und selbstständiger Befundung

Für Ärzte mit Weiterbildung nach (Muster-)Weiterbildungsordnung vor 2003:

  • Vorliegen der Fachkunde im Strahlenschutz
  • Mindestens zwölfmonatige ständige Tätigkeit in der radiologischen Skelettdiagnostik auf die eine bis zu sechsmonatige ständige Tätigkeit in der nuklearmedizinischen Skelettdiagnostik angerechnet werden kann
  • Selbstständige Durchführung von 50 Untersuchungen unter Anleitung eines nach der Vereinbarung zur Strahlendiagnostik und -therapie in der Knochendichtemessung qualifizierten Arztes mit selbstständiger Einstellung des Gerätes und selbssttändiger Befundung
  • erfolgreiche Teilnahme am Kolloquium

Zur Knochendichtemessung müssen apparative Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Durchführung mittels zentraler DXA (Dual-Energy X-ray Absorptiometrie)
  • Anzeigebestätigung der Aufsichtsbehörde (Regierungspräsidium)
  • Sachverständigen-Prüfbericht

Wie erhalte ich die Genehmigung?

Wenn Sie die Knochendichtemessung als Leistung für gesetzlich Versicherte anbieten und abrechnen möchten, muss die KVH dies zunächst genehmigen. Mitglieder der KVH stellen dazu einen Antragbei der KVH und weisen die geforderten Voraussetzungen nach. Bitte beachten Sie, dass Genehmigungen nicht rückwirkend erteilt werden können.

Welche Leistungen sie nach der Genehmigung abrechnen können, hat die KVH ihren Mitgliedern in der Liste genehmigungspflichtiger Leistungen (GELE-Liste) zusammengefasst.

zuletzt aktualisiert am: 26.06.2019

Abrechnung

Schon gesehen? Die KVH informiert ihre Mitglieder auch über die Abrechnung von Kassenleistungenin hessischen Vertragsarzt- und -psychotherapeutenpraxen sowie über aktuelle EBM-Änderungen.

Ansprechpartner

Qualitätssicherung Radiologie

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt am Main

Tel 069 24741-7300
Fax 069 24741-68832
qs.radiologie(at)kvhessen(.)de

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