In Deutschland darf nicht jeder Vertragsarzt und -psychotherapeut automatisch sämtliche Behandlungen an Patienten durchführen und abrechnen. Für bestimmte Kassenleistungen wie die Computertomographie brauchen sie eine Genehmigung. Dies dient der Qualitätssicherung im Sinne der Patienten und Praxen. Hessische Vertragsärzte und -psychotherapeuten beantragen die Genehmigung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH).

Invasive Kardiologie

Die Invasive Kardiologie umfasst alle im Herzkatheterlabor durchgeführten Untersuchung und therapeutischen Maßnahmen. Dabei wird ein Herzkatheter über die großen Gefäße in die Herzhöhlen oder Herzkranzgefäße eingebracht.

Neue Regelungen & Übergangslösungen

Ab 1. Oktober 2018 wird die Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve (FFR) bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit als neue Untersuchungsmethode in den EBM aufgenommen. Hierzu wird die Gebührenordnungsposition (GOP) 34298 als Zuschlag zur GOP 34291 in den Abschnitt 34.2.9 EBM aufgenommen.

Genehmigungsvoraussetzungen

Die Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve (GOP 34298) kann nur von Fachärzten für Innere Medizin und Kardiologie durchgeführt und abgerechnet werden, die über eine Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung zur Durchführung der Leistungen nach der Qualitätssicherungs-vereinbarung zur invasiven Kardiologie (gemäß § 135 Abs. 2 SGB V) verfügen.

Übergangsregelung

Die bis zum 31. Dezember 2018 geltende Übergangsregelung sieht entsprechend vor, dass die GOP 34298 dann berechnungsfähig ist, wenn eine Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung nach der QS-Vereinbarung zur invasiven Kardiologie in der Fassung vom 26. September 2012 vorliegt (in Kraft getreten am 1. Januar 2013). Die QS-Vereinbarung zur invasiven Kardiologie soll bis spätestens 1. Januar 2019 angepasst werden.

  • Fachärztet für Innere Medizin mit Schwerpunktbezeichnung Kardiologie
  • dreijährige kontinuierliche und ganztägige Tätigkeit in der invasiven Kardiologie unter Anleitung*
  • selbstständige Indikationsstellung, Durchführung und Befundung von 1.000 diagnostische Katheterisierungen des linken Herzens, der Koronararterien und der herznahen großen Gefäße unter Anleitung* innerhalb der letzten 4 Jahre und von 300 therapeutische Katheterinterventionen an Koronararterien unter Anleitung* innerhalb der letzten 3 Jahre
  • Vorliegen der Fachkunde im Strahlenschutz

*Anleitung durch einen Arzt, der nach Weiterbildungsordnung in vollem Umfang für die Weiterbildung im Schwerpunkt Kardiologie befugt ist

Wie erhalte ich die Genehmigung?

Wenn Sie Invasive Kardiologie als Leistung für gesetzlich Versicherte anbieten und abrechnen möchten, muss die KVH dies zunächst genehmigen. Mitglieder der KVH stellen dazu einen Antragbei der KVH und weisen die geforderten Voraussetzungen nach. Bitte beachten Sie, dass Genehmigungen nicht rückwirkend erteilt werden können.

Welche Leistungen sie nach der Genehmigung abrechnen können, hat die KVH ihren Mitgliedern in der Liste genehmigungspflichtiger Leistungen (GELE-Liste) zusammengefasst.

Frequenzregelung:
jährlich 150 Linksherzkatheterisierungen (bei Genehmigung zu therapeutischen Katheterisierungen davon mindestens 50 therapeutische Katheterisierungen)

Die Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve (GOP 34298) kann nur von Fachärzten für Innere Medizin und Kardiologie durchgeführt und abgerechnet werden, die über eine Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) zur Durchführung der Leistungen nach der Qualitätssicherungsvereinbarung zur invasiven Kardiologie (gemäß § 135 Abs. 2 SGB V) verfügen.

Die bis zum 31. Dezember 2018 geltende Übergangsregelung sieht entsprechend vor, dass die GOP 34298 dann berechnungsfähig ist, wenn eine Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) nach der QS-Vereinbarung zur invasiven Kardiologie in der Fassung vom 26. September 2012 vorliegt (in Kraft getreten am 1. Januar 2013). Die QS-Vereinbarung zur invasiven Kardiologie soll bis spätestens 1. Januar 2019 angepasst werden.

zuletzt aktualisiert am: 26.11.2018

Wer ist zur SQS verpflichtet?

Die Sektorenübergreifende Qualitätssicherung (SQS) ist bisher nur für die genehmigungspflichtigen Leistungen Ambulantes Operieren und Invasive Kardiologie verpflichtend. Die KVH schreibt Mitglieder, die zur SQS verpflichtet sind, individuell an und berät sie dazu, was sie dabei beachten müssen. KVH-Mitglieder, die sich darüber hinaus erkundigen möchten, finden mehr Informationen zur Sektorenübergreifenden Qualitätssicherung bei der KBV.

Abrechnung

Schon gesehen? Die KVH informiert ihre Mitglieder auch über die Abrechnung von Kassenleistungenin hessischen Vertragsarzt- und -psychotherapeutenpraxen sowie über aktuelle EBM-Änderungen.

Ansprechpartner

Melanie Majarian

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Qualitätssicherung Radiologie & Sonographie
Antragsprüfung

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-6675
Fax 069 24741-68832
qs.radiologie(at)kvhessen(.)de

Ansprechpartner

Ingeborg Schleicher

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Qualitätssicherung Radiologie & Sonographie
Antragsprüfung

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-6663
Fax 069 24741-68832
qs.radiologie(at)kvhessen(.)de

Ansprechpartner

Anne Nagel

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Qualitätssicherung Radiologie & Sonographie
Qualitätsprüfung

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-6684
Fax 069 24741-68832
qs.radiologie(at)kvhessen(.)de

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