In Deutschland darf nicht jeder Vertragsarzt und -psychotherapeut automatisch sämtliche Behandlungen an Patienten durchführen und abrechnen. Für bestimmte Kassenleistungen wie die Handchirurgie brauchen sie eine Genehmigung. Dies dient der Qualitätssicherung im Sinne der Patienten und Praxen. Hessische Vertragsärzte beantragen die Genehmigung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH).

Handchirurgie

Die Handchirurgie behandelt Erkrankungen und Verletzungen der Hand.

Fachärzte für Chirurgie und Orthopädie mit der Zusatzbezeichnung Handchirurgie können ohne gesonderte Genehmigung abrechnen. Fachärzte für Chirurgie und Orthopädie ohne die Zusatzbezeichnung müssen eine Genehmigung beantragen.

  • Nachweis für Ärzte mit Weiterbildung auf dem Gebiet Handchirurgie:
    Bitte reichen Sie ein Zeugnis oder eine Bescheinigung über eine mindestens zweijährige handchirurgische Tätigkeit ein. Sie erhalten nach Prüfung eine unbefristete, aber widerrufliche Abrechnungsgenehmigung.
     
  • Nachweis für Ärzte, die am D-Arzt-Verfahren teilnehmen:
    Falls Sie am D-Arzt-Verfahren (Durchgangsarzt) teilnehmen, benötigen wir lediglich einen formlosen Antrag auf Erteilung einer Abrechnungsgenehmigung mit Hinweis auf Ihre Teilnahme am D-Arzt Verfahren. Sie erhalten nach Prüfung eine befristete und widerrufliche Abrechnungsgenehmigung, da die KVH die Teilnahme am D-Arzt-Verfahren jährlich neu überprüft.

Wie erhalte ich die Genehmigung?

Wenn Sie die die Zusatzbezeichnung Handchirurgie nicht haben, aber Handchirurgie als Leistung für gesetzlich Versicherte anbieten und abrechnen möchten, muss die KVH dies zunächst genehmigen. Mitglieder der KVH stellen dazu einen formlosen Antrag bei der KVH: Ein Schreiben mit der Bitte um Genehmigung und dem geforderten Nachweis an das Team Antragsverfahren reicht aus. Bitte beachten Sie, dass Genehmigungen nicht rückwirkend erteilt werden können.

Folgende Nummern können grundsätzlich nur berechnet werden, wenn im Behandlungsfall mindestens ein Brief/Bericht an den Hausarzt erfolgt ist und im Behandlungsfall mindestens drei Arzt-Patienten-Kontakte erfolgten.

GOP

Kurzbeschreibung

Bewertung

07330

Zusatzpauschale Behandlung eines Patienten mit einer Funktionsstörung der Hand. einmal im Behandlungsfall

23,49 €*
(217 Punkte)

18330

Zusatzpauschale Diagnostik und/oder orthopädische Therapie eines Patienten mit einer Funktionsstörung der Hand. einmal im Behandlungsfall

23,49 €*
(217 Punkte)

*gemäß bundeseinheitlichem Orientierungspunktwert 2019 (10,8226 Cent)

zuletzt aktualisiert am: 14.09.2018

Abrechnung

Schon gesehen? Die KVH informiert ihre Mitglieder auch über die Abrechnung von Kassenleistungenin hessischen Vertragsarzt- und -psychotherapeutenpraxen sowie über aktuelle EBM-Änderungen.

Ansprechpartner

Antragsverfahren

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
Fax 069 24741-68847
antragsverfahren(at)kvhessen(.)de

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