Eine Frau sitzt vor einem Schreibtisch. Sie telefoniert mit einem Handy während sie Dokumente liest. © kupicoo

Flüchtlinge aus der Ukraine

Medizinische und psychotherapeutische Leistungen richtig abrechnen

Flüchtlinge aus der Ukraine versorgen und Leistungen abrechnen

Die medizinische Versorgung von Geflüchteten aus der Ukraine erfolgt nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Die zuständigen Ämter der Kommunen (Sozialämter) stellen dazu Behandlungsscheine aus, mit denen die Geflüchteten Ärztinnen und Ärzte sowie gegebenenfalls Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten aufsuchen können.

In Hessen verbleiben die Behandlungsscheine in den Praxen. Praxen reichen diese nicht mit der Quartalsabrechnung ein. In Notfällen kann die Behandlung auch ohne Behandlungsschein erfolgen.

Notwendig für die Versorgung in den Vertragsarztpraxen bei Notfällen ist ein gemeldeter Aufenthaltsort oder die Unterbringung in einer örtlichen Einrichtung. Wenn Praxen einen Behandlungsschein anlegen, erfolgt dies mit dem zuständigen Sozialamt der Kommune als Kostenträger.

Wichtig: Praxen achten in diesen Fällen unbedingt auf die korrekte Schreibweise der Namen von Geflüchteten. Wenn möglich, fertigen sie sich eine Kopie eines Ausweisdokuments für ihre Dokumentation in der Praxis an.

Wenn Geflüchtete Leistungen nach dem AsylbLG erhalten, kennzeichnen Praxen den Fall unbedingt mit der Gebührenordnungsposition (GOP) 99991 in der Abrechnung.

zuletzt aktualisiert am: 12.04.2022

Ansprechpartner

EBM-Hotline

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
ebm-hotline(at)kvhessen(.)de

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