Ein Mann bedient eine professionelle Kamera. Im Bildschirm der Kamera ist eine Pressekonferenz zu sehen. © Judith Scherer

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) informiert Medienvertreter direkt und aktuell über relevante Neuigkeiten rund um die ambulante Versorgung in Hessen – durch Pressemitteilungen und -konferenzen.

Vertreterversammlung der KV Hessen beschließt Not-HVM

Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) hat in ihrer Sitzung am 16. März 2024 einen sogenannten Not-HVM beschlossen. Ziel dieses Beschlusses ist es, die Schere zwischen den erbrachten Leistungen und dem dafür von den Krankenkassen zur Verfügung gestellten Honorar zu schließen. Die Vorstandsvorsitzenden der KV Hessen, Frank Dastych und Armin Beck, erklärten dazu am 25. März 2024 in Frankfurt:

„Die Kostenstruktur der Praxen lässt insbesondere den Betrieb einer grundversorgenden, fachärztlichen Praxis nicht mehr zu, vor allem unter Berücksichtigung der GKV-Honorare. Das bedeutet: Eine fachärztliche Praxis kann unter den aktuellen Honorarbedingungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht mehr rentabel betrieben werden. Die Honorare reichen dazu einfach nicht aus.

Die Budgetierung, unter der die Praxen seit 30 Jahren leiden, ist aus der Zeit gefallen und wer wie die Bundespolitik und die Krankenkassen an der Budgetierung festhält, der gefährdet die Versorgung der Patientinnen und Patienten. Deshalb müssen wir unseren Praxen nun die Möglichkeit geben, die Leistungsmenge an das vorhandene Geld anzupassen. Dies wird durch den oben geschilderten Beschluss möglich.

Wir fordern die Praxen auf, Leistungen, die nur anteilig bezahlt werden, nicht mehr anzubieten. Bundespolitik und Krankenkassen brauchen ein klares Signal, dass es so wie bisher nicht mehr weitergeht. Im gleichen Tenor fordern wir Herrn Lauterbach und das BMG auf, endlich die seit mehr als 15 Monaten avisierte hausärztliche Entbudgetierung sowie die damit zusammenhängenden Änderungen des EBM schnellstens auf den Weg zu bringen.

Wer wie der Bundesgesundheits­minister nur sogenannte Problembezirke im städtischen Bereich im Fokus hat, verkennt das flächendeckende Problem in der ambulanten Versorgung. Wer weiter ambulante Versorgung haben will, muss für einen entsprechenden finanziellen Rahmen sorgen.“

zuletzt aktualisiert am: 25.03.2024

Ansprechpartner

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Kassenärztliche Vereinigung Hessen
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Kassenärztliche Vereinigung Hessen
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