In Deutschland darf nicht jeder Vertragsarzt und -psychotherapeut automatisch sämtliche Behandlungen an Patienten durchführen und abrechnen. Für bestimmte Kassenleistungen wie die Vakuumbiopsie brauchen sie eine Genehmigung. Dies dient der Qualitätssicherung im Sinne der Patienten und Praxen. Hessische Vertragsärzte und -psychotherapeuten beantragen die Genehmigung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH).

Vakuumbiopsie

Die Vakuumbiopsie der Brust ist ein Verfahren zur Entnahme einer Gewebeprobe zum Zweck einer histologischen Untersuchung.

Fachärzte für:

  • Radiologie
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit der Zusatzbezeichnung Röntgendiagnostik der Mamma
  • Genehmigung zur Ausführung und Abrechnung von Leistungen der kurativen Mammographie und
     
  • Innerhalb der letzten zwei Jahre vor Antragstellung: Selbstständige Indikationsstellung und Durchführung von 25 Stanzbiopsien unter Ultraschallkontrolle sowie von 25 Vakuumbiopsien unter Anleitung*

oder

  • Genehmigung für den Versorgungsauftrag nach § 4 Anlage 9.2 Bundesmantelvertrag Ärzte (BMV-Ä) oder Genehmigung zur Ausführung und Abrechnung von Leistungen der Biopsie unter Röntgenkontrolle nach § 27 Abs. 3 Anlage 9.2 BMV-Ä  und
     
  • Innerhalb der letzten zwei Jahre vor Antragstellung: Selbstständige Indikationsstellung und Durchführung von 25 Stanzbiopsien unter Ultraschallkontrolle sowie von 25 Vakuumbiopsien unter Anleitung*.

*nach den Vorgaben aus § 3 Abs. 2 Qualitätssicherungsvereinbarung zur Vakuumbiopsie der Brust

Zur Vakuumbiopsie müssen apparative Voraussetzungen erfüllt werden (siehe § 4 Qualitätssicherungsvereinbarung zur Vakuumbiopsie der Brust).

Wie erhalte ich die Genehmigung?

Wenn Sie Vakuumbiopsie als Leistung für gesetzlich Versicherte anbieten und abrechnen möchten, muss die KVH dies zunächst genehmigen. Mitglieder der KV Hessen stellen dazu einen Antrag bei der KVH und weisen die geforderten Voraussetzungen nach. Bitte beachten Sie, dass Genehmigungen nicht rückwirkend erteilt werden können.

Welche Leistungen sie nach der Genehmigung abrechnen können, hat die KVH ihren Mitgliedern in der Liste genehmigungspflichtiger Leistungen (GELE-Liste) zusammengefasst.

Anforderungen an ärztliche Dokumentation entsprechend § 7 Qualitätssicherungsvereinbarung zur Vakuumbiopsie der Brust.

  • Einzelfallprüfung durch Stichproben (Dokumentationsprüfung):
    Alle zwei Jahre werden abrechnede Ärzte zu zehn Fällen geprüft, erstmalig innerhalb von zwölf Monaten nach Genehmigungserteilung oder bei Auffälligkeiten in der jährlichen Auflistung.
     
  • Frequenzregelung:
    Selbstständige Durchführungen von 25 Vakuumbiospie jeweils innerhalb von zwölf Monaten.
zuletzt aktualisiert am: 17.09.2018

Abrechnung

Schon gesehen? Die KVH informiert ihre Mitglieder auch über die Abrechnung von Kassenleistungenin hessischen Vertragsarzt- und -psychotherapeutenpraxen sowie über aktuelle EBM-Änderungen.

Ansprechpartner

Milena Schulz

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Qualitätssicherung Radiologie & Sonographie
Antragsprüfung

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-6183
Fax 069 24741-68832
qs.radiologie(at)kvhessen(.)de

Ansprechpartner

Anne Nagel

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Qualitätssicherung Radiologie & Sonographie
Qualitätsprüfung

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-6684
Fax 069 24741-68832
qs.radiologie(at)kvhessen(.)de

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