Rechts im Bild ist ein Arzt. Links im Bild eine Patientin. Der Arzt untersucht den Arm der Patientin.

In Deutschland darf nicht jeder Vertragsarzt und -psychotherapeut automatisch sämtliche Behandlungen an Patienten durchführen und abrechnen. Für bestimmte Kassenleistungen wie die Strahlentherapie brauchen sie eine Genehmigung. Dies dient der Qualitätssicherung im Sinne der Patienten und Praxen. Hessische Vertragsärzte und -psychotherapeuten beantragen die Genehmigung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH).

Strahlentherapie

Die Strahlentherapie ist eine Behandlungsform mit ionisierenden Strahlen, die vor allem bei bösartigen Tumoren eingesetzt wird.

Neu zum 1. Juli

Seit dem 1. Juli 2021 kann die Low-Dose-Rate (LDR) Brachytherapie zur Behandlung eines Niedrig-Risiko-Prostatakrebs und die Postimplantationskontrolle und Nachplanung als Kassenleistung erbracht werden. Die beiden neuen Gebührenordnungspositionen (GOP) 25335 und 25336 wurden in den Abschnitt 25.3.3 im Kapitel 25 Strahlentherapie im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) aufgenommen. Weitere Informationen zur Abrechnung hat die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) für ihre Mitglieder zusammengefasst. Strahlentherapeuten und Urologen können die neuen GOP 25335 und 25336 abrechnen, wenn sie über die für die LDR-Brachytherapie erforderliche Fachkunde verfügen und eine entsprechende Abrechnungsgenehmigung der KVH haben. Hierfür ist ein Antrag erforderlich.

Neu zum 1. Januar für Genehmigungsinhaber

Zum 1. Januar 2021 können Genehmigungsinhaber des Leistungsspektrums der Strahlentherapie neue Leistungen aus dem Kapitel 25 des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) erbringen und abrechnen. Weitere Informationen zur Abrechnung hat die KVH für ihre Mitglieder zusammengefasst.

Um die Leistungen der Strahlentherapie aus Kapitel 25 abzurechnen, benötigen Ärzte eine Genehmigung der KVH. Hierfür ist ein separater Antrag erforderlich. Ärzte, die bereits eine Genehmigung für die Strahlentherapie haben, müssen keinen neuen Antrag stellen und können die neuen Leistungen aus Kapitel 25 automatisch abrechnen.

Fachärzte für Strahlentherapie mit der erforderlichen Fachkunde nach § 47 StrlSchV.

Ärzte, die nicht berechtigt sind, die Facharztbezeichnung „Facharzt für Strahlentherapie“ zu führen, müssen für die Nahbestrahlungs-, Weichteil-, Orthovolt- und Brachytherapie zusätzlich zur Fachkunde nach § 47 StrlSchV ihre jeweilige fachliche Befähigung in einem Kolloquium nachweisen und dies durch ausreichende Zeugnisse belegen.

Zur Strahlentherapie müssen apparative Voraussetzungen erfüllt werden. Einzelheiten dazu regelt § 12 in Verbindung mit der Anlage II der Vereinbarung für Strahlendiagnostik und -therapie.

Darüber hinaus:

  • Anzeigebestätigung der Aufsichtsbehörde (Regierungspräsidium)
  • Sachverständigen-Prüfbericht

Wie erhalte ich die Genehmigung?

Wenn Sie Strahlentherapie als Leistung für gesetzlich Versicherte anbieten und abrechnen möchten, muss die KVH dies zunächst genehmigen. Mitglieder der KV Hessen stellen dazu einen Antrag bei der KVH und weisen die geforderten Voraussetzungen nach. Bitte beachten Sie, dass Genehmigungen nicht rückwirkend erteilt werden können.

Welche Leistungen sie nach der Genehmigung abrechnen können, hat die KVH ihren Mitgliedern in der Liste genehmigungspflichtiger Leistungen (GELE-Liste) zusammengefasst.

zuletzt aktualisiert am: 24.08.2021

Abrechnung

Schon gesehen? Die KVH informiert ihre Mitglieder auch über die Abrechnung von Kassenleistungenin hessischen Vertragsarzt- und -psychotherapeutenpraxen sowie über aktuelle EBM-Änderungen.

Ansprechpartner

Qualitätssicherung Team 2

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt am Main

Tel 069 24741-7300
Fax 069 24741-68832
qs.radiologie(at)kvhessen(.)de

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