In Deutschland darf nicht jeder Vertragsarzt und -psychotherapeut automatisch sämtliche Behandlungen an Patienten durchführen und abrechnen. Für bestimmte Kassenleistungen wie die Radiologie brauchen sie eine Genehmigung. Dies dient der Qualitätssicherung im Sinne der Patienten und Praxen. Hessische Vertragsärzte und -psychotherapeuten beantragen die Genehmigung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH).

Diagnostische Radiologie

Durch diagnostische Radiologie können Krankheiten mithilfe ionisierender Strahlen und kernphysikalischer Verfahren erkannt werden.

Fachärztlich tätige Ärzte mit Erfüllung der fachlichen Voraussetzungen (siehe unten) und Fachärzte für

  • Radiologie
  • Diagnostische Radiologie

    oder
     
  • fachärztlich tätige Ärzte mit Erfüllung der fachlichen Anforderungen
  • Vorliegen der Fachkunde im Strahlenschutz

Für fachärztlich tätige Ärzte mit Erfüllung der fachlichen Anforderungen gilt:

  • Erwerb eingehender Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in der fachgebietsspezifischen Röntgendiagnostik durch eine Weiterbildung nach der Weiterbildungsordnung oder
  • Tätigkeitszeiten in der diagnostischen Radiologie unter Anleitung zur Weiterbildung ermächtigter Ärzte in verschiedenen Organbereichen und erfolgreiche Teilnahme am Kolloquium (Einzelheiten in § 5 Abs. 3 a-h der Qualitätssicherungsvereinbarung Strahlendiagnostik und -therapie)

Zur diagnostischen Radiologie müssen apparative Voraussetzungen erfüllt werden (siehe § § 11 Vereinbarung für Strahlendiagnostik und -therapie).

Darüber hinaus:

  • Anzeigebestätigung der Aufsichtsbehörde (Regierungspräsidium)
  • Sachverständigen-Prüfbericht

Wie erhalte ich die Genehmigung?

Wenn Sie diagnostische Radiologie als Leistung für gesetzlich Versicherte anbieten und abrechnen möchten, muss die KVH dies zunächst genehmigen. Mitglieder der KVH stellen dazu einen Antrag bei der KVH und weisen die geforderten Voraussetzungen nach. Bitte beachten Sie, dass Genehmigungen nicht rückwirkend erteilt werden können.

Welche Leistungen sie nach der Genehmigung abrechnen können, hat die KVH ihren Mitgliedern in der Liste genehmigungspflichtiger Leistungen (GELE-Liste) zusammengefasst.

Anforderungen an die schriftliche und bildliche Dokumentation. Einzelheiten regelt die Qualitätsbeurteilungs-Richtlinie Radiologie §136 SGB V.

Einzelfallprüfung durch Stichproben (Dokumentationsprüfung): Jährlich werden vier Prozent der abrechnenden Ärzte in jeweils zwölf Fällen kontrolliert.

zuletzt aktualisiert am: 26.06.2019

Abrechnung

Schon gesehen? Die KVH informiert ihre Mitglieder auch über die Abrechnung von Kassenleistungenin hessischen Vertragsarzt- und -psychotherapeutenpraxen sowie über aktuelle EBM-Änderungen.

Ansprechpartner

Qualitätssicherung Radiologie

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt am Main

Tel 069 24741-7300
Fax 069 24741-68832
qs.radiologie(at)kvhessen(.)de

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