In Deutschland darf nicht jeder Vertragsarzt und -psychotherapeut automatisch sämtliche Behandlungen an Patienten durchführen und abrechnen. Für bestimmte Kassenleistungen wie den Einsatz einer Nicht-Ärztlichen Praxisassistenz (NäPa) brauchen sie eine Genehmigung. Dies dient der Qualitätssicherung im Sinne der Patienten und Praxen. Hessische Vertragsärzte und -psychotherapeuten beantragen die Genehmigung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH).

Nicht-Ärztliche Praxisassistenz (NäPa) in der Facharztpraxis

Einige seiner Aufgaben kann ein Arzt delegieren. So übernimmt beispielsweise die Nicht-ärztliche Praxisassistenz (NäPa) für Fachärzte selbstständig Pflegeheimbesuche, bei denen der direkte Arztkontakt nicht medizinisch notwendig ist.

Arztgruppenübergreifende spezielle Gebührenordnungsposition: Die Berechnungsfähigkeit entnehmen Sie bitte der Präambel Ihres Facharztkapitels des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (Zulassung).

Qualifikationsvoraussetzungen der NäPa:

  • Tätigkeit von mindestens 20 Wochenstunden in der Praxis
     
  • Nachweis über eine nach dem qualifizierten Berufsabschluss (gemäß Verordnung über Berufsausbildung zum Medizinischen Fachangestellten / Arzthelfer oder dem Krankenpflegegesetz) mindestens dreijährige Berufserfahrung in einer haus- oder fachärztlichen Praxis
     
  • Nachweis über die Begleitung von mindestens 20 Hausbesuchen zur Verrichtung medizinisch delegierbarer Leistungen in Alten- und Pflegheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen
     
  • Nachweis über eine Zusatzqualifikation gemäß § 7 der Delegations-Vereinbarung

Wie erhalte ich die Genehmigung?

Wenn Sie Nicht-Ärztliche Praxisassistenten für gesetzlich Versicherte einsetzen und abrechnen möchten, muss die KVH dies zunächst genehmigen. Mitglieder der KVH stellen dazu einen Antrag bei der KVH und weisen die geforderten Voraussetzungen nach. Bitte beachten Sie, dass Genehmigungen nicht rückwirkend erteilt werden können.

Welche Leistungen sie nach der Genehmigung abrechnen können, hat die KVH ihren Mitgliedern in der Liste genehmigungspflichtiger Leistungen (GELE-Liste) zusammengefasst.

Alle drei Jahre: Nachweis über die Wiederholung der Fortbildung „Notfallmanagement“.

  • Vereinbarung über die Erbringung ärztlich angeordneter Hilfeleistungen in der Häuslichkeit der Patienten, in Alten- oder Pflegeheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen gem. § 87 Abs. 2b Satz 5 SGB V oder in hausärztlichen Praxen (Delegations-Vereinbarung).
zuletzt aktualisiert am: 17.09.2018

Abrechnung

Schon gesehen? Die KVH informiert ihre Mitglieder auch über die Abrechnung von Kassenleistungenin hessischen Vertragsarzt- und -psychotherapeutenpraxen sowie über aktuelle EBM-Änderungen.

Ansprechpartner

Antje Andres

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Qualitätssicherung Substitution & weitere Genehmigungen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-6584
Fax 069 24741-68819
qs.fb1.6(at)kvhessen(.)de

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