In Deutschland darf nicht jeder Vertragsarzt und -psychotherapeut automatisch sämtliche Behandlungen an Patienten durchführen und abrechnen. Für bestimmte Kassenleistungen wie die Kurative Mammographie brauchen sie eine Genehmigung. Dies dient der Qualitätssicherung im Sinne der Patienten und Praxen. Hessische Vertragsärzte und -psychotherapeuten beantragen die Genehmigung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH).

Mammographie (kurativ)

Die kurative Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust. Sie wird eingesetzt, um bekannte, tumorverdächtige Befunde abzuklären.

Fachärzte für

  • Radiologie
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit der Zusatzbezeichnung Röntgendiagnostik der Mamma
  • Vorliegen der Fachkunde im Strahlenschutz
  • Palpation und Inspektion der Mamma unter Anleitung bei mindestens 500 Patientinnen*
  • Selbstständige Befundung der Mammographien unter Anleitung in mindestens 500 Fällen*
  • Persönliche Einstellung des Strahlengangs bei mindestens 100 Patientinnen*
  • Erfolgreiche Teilnahme an der Beurteilung von Mammographieaufnahmen einer Fallsammlung nach Abschnitt C der Mammographie-Vereinbarung

*Es können Untersuchungen, Befundungen und Einstellungen des Strahlengangs anerkannt werden, die während der Facharztweiterbildung erbracht wurden.

Zur kurativen Mammographie müssen apparative Voraussetzungen erfüllt werden (siehe § 4 der Mammographie-Vereinbarung in Verbindung mit Anlage I) sowie die Anzeigebestätigung der Aufsichtsbehörde (Regierungspräsidium).

Wie erhalte ich die Genehmigung?

Wenn Sie kurative Mammographie als Leistung für gesetzlich Versicherte anbieten und abrechnen möchten, muss die KVH dies zunächst genehmigen. Mitglieder der KVH stellen dazu einen Antrag bei der KVH und weisen die geforderten Voraussetzungen nach. Bitte beachten Sie, dass Genehmigungen nicht rückwirkend erteilt werden können.

Welche Leistungen sie nach der Genehmigung abrechnen können, hat die KVH ihren Mitgliedern in der Liste genehmigungspflichtiger Leistungen (GELE-Liste) zusammengefasst.

Anforderungen an die schriftliche und bildliche Dokumentation (Einzelheiten regelt § 12 in Verbindung mit IV Mammographie-Vereinbarung).

  • Einzelfallprüfung durch Turnusprüfung (Dokumentationsprüfung): Innerhalb der ersten sechs Monate nach Genehmigung werden alle abrechnenden Ärzte hinsichtlich ihrer Dokumentation zu zehn Fällen geprüft; danach alle 24 Monate nach Abschnitt E.
     
  • Auflagen zur Aufrechterhaltung: Alle zwei Jahre wird eine Fallsammlung (50 Fälle) nach Abschnitt D zur Aufrechterhaltung der Genehmigung beurteilt.
zuletzt aktualisiert am: 26.06.2019

Abrechnung

Schon gesehen? Die KVH informiert ihre Mitglieder auch über die Abrechnung von Kassenleistungenin hessischen Vertragsarzt- und -psychotherapeutenpraxen sowie über aktuelle EBM-Änderungen.

Ansprechpartner

Qualitätssicherung Radiologie

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt am Main

Tel 069 24741-7300
Fax 069 24741-68832
qs.radiologie(at)kvhessen(.)de

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