In Deutschland darf nicht jeder Vertragsarzt und -psychotherapeut automatisch sämtliche Behandlungen an Patienten durchführen und abrechnen. Für bestimmte Kassenleistungen wie die Abklärungskolposkopie brauchen sie eine Genehmigung. Dies dient der Qualitätssicherung im Sinne der Patienten und Praxen. Hessische Vertragsärzte und -psychotherapeuten beantragen die Genehmigung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH).

Abklärungskolposkopie

Am 1. Januar 2020 tritt die neue, zurzeit noch nicht veröffentlichte Qualitätssicherungsvereinbarung (QSV) zur Abklärungskolposkopie in Kraft. Sie wurde im Rahmen der Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme und des Programms zur Früherkennung von Zervixkarzinomen beschlossen.

Diese neue QSV regelt unter anderem, welche Voraussetzungen Fachärzte für Frauenheilkunde und Geburtshilfe erfüllen müssen, wenn sie ab 1. Januar 2020 Abklärungskolposkopien als Leistung für gesetzlich Versicherte anbieten und abrechnen möchten. Darüber informiert die KVH betroffene Mitglieder per Rundschreiben.

Antrag auf Genehmigung: jetzt schon vorbereiten

Fachärzte für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Hessen, die ab 2020 Abklärungskolposkopien bei gesetzlich Versicherten durchführen möchten, müssen zuvor einen Antrag auf Genehmigung bei der KVH stellen. Wenn sie bereits Abklärungskolposkopien durchführen, können sie den für den Antrag nötigen fachlichen Nachweis jetzt schon vorbereiten:

Um bei der späteren Antragstellung Zeit zu sparen, dokumentieren Sie ganz einfach mit dem persönlichen Einzelnachweis, dass Sie in den letzten zwölf Monaten vor Antragstellung mindestens 100 Kolposkopien mit abnormen Befunden von Portio, Vagina und Vulva erbracht haben (davon mindestens 30 histologisch gesicherte Fälle intraepithelialer Neoplasien oder invasiver Karzinome). Diesen Nachweis reichen Sie später (siehe nächster Absatz) mit dem Antrag auf Genehmigung ein.

Weitere Informationen folgen

Sobald der Bewertungsausschuss die dazugehörigen Gebührenordnungspositionen (GOP) beschlossen hat, können wir das Antragsformular für die Genehmigung fertigstellen und zum Download anbieten. Wir aktualisieren diese Seite dann, damit Sie sich detailliert über die Voraussetzungen und den Antrag zur Genehmigung informieren können. Bis dahin gibt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) einen Überblick über die neue QS-Vereinbarung Abklärungskolposkopie.

zuletzt aktualisiert am: 05.09.2019

Kolpos ≠ Kolos

Ein Buchstabe, großer Unterschied: zu den Infos zur Koloskopie.

Ansprechpartner

Heike Kirchner

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Qualitätssicherung Substitution & weitere Genehmigungen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-6611
Fax 069 24741-68819
qs.fb1.8(at)kvhessen(.)de

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