Ärzte können die ambulante extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) abrechnen. Dafür müssen bei Patienten bestimmte Voraussetzungen vorliegen.

Stoßwellentherapie bei Fasciitis plantaris

Ärzte können die Gebührenordnungsposition (GOP) 30440 Abschnitt 30.4 aus dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) für die ambulante extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) abrechnen.

Für die Abrechnung der ESWT muss bei dem Patienten der gesicherte ICD-10-Code M72.2G vorliegen. Diesen geben Ärzte bei ihrer Abrechnung unbedingt an. Die Diagnose muss bereits seit mindestens zwei Quartalen vor dem Behandlungsquartal vorgelegen haben.

Die GOP 30440 ist 27,14 Euro wert (247 Punkte); bundeseinheitlicher Punktwert 2020 ist 10,9871 Cent. Die ESWT kann je Fuß in höchstens zwei aufeinanderfolgenden Quartalen abgerechnet werden, im Krankheitsfall insgesamt dreimal je Fuß.

Fachärzte für Orthopädie, Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Fachärzte für Physikalische und Rehabilitative Medizin dürfen die ESWT abrechnen.

Patienten, für die die ESWT in Frage kommt, müssen mindestens sechs Monate unter Fersenschmerzen bei Fasciitis plantaris leiden (ICD-10-Code M72.2) und dadurch in ihrer gewohnten körperlichen Aktivität eingeschränkt sein. Während dieser Zeit müssen unterschiedliche konservative Therapieansätze sowie Maßnahmen wie Dehnübungen und Schuheinlagen ohne relevante Beschwerdebesserung angewendet worden sein. Erst dann dürfen Ärzte eine Stoßwellentherapie als zusätzliche Maßnahme durchführen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte beschlossen, die ESWT als neue Behandlungsmethode bei Fersenschmerzen durch Fasciitis plantaris in die vertragsärztliche Versorgung aufzunehmen. Die Änderung der Anlage I „Anerkannte Untersuchungs- oder Behandlungsmethoden“ der Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung ist im Juli 2018 in Kraft getreten und gibt Details zur Durchführung und Indikationsstellung vor.

zuletzt aktualisiert am: 23.12.2019

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Tel 069 24741-7777
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