Die Terminservicestelle (TSS) der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) unterstützt Patienten auf Wunsch dabei, so schnell wie möglich einen Termin beim Facharzt zu vereinbaren. 

Termine beim Facharzt: die KVH unterstützt

Im Januar 2016 haben die Kassenärztlichen Vereinigungen in Deutschland regional so genannte Terminservicestellen (TSS) eingerichtet. Sie vermitteln Patienten mit einer dringenden Überweisung innerhalb von vier Wochen einen Termin beim Haus- oder Facharzt (innerhalb von zwei Wochen einen Akutbehandlungstermin beim Psychotherapeuten).

Ab dem 1. Januar 2020 ist die TSS der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) 24/7, also 24 Stunden täglich an sieben Tagen pro Woche, unter der Rufnummer 116117 erreichbar. Darüber hinaus können Patienten ab dem 1. Januar Termine online unter www.eterminservice.de und über die 116117.app buchen. Das Angebot wird außerdem um die Vermittlung von TSS-Akutfällen erweitert.

Ein Patient mit einem so genannten TSS-Akutfall muss einen Termin innerhalb von 24 Stunden (spätestens bis zum Ende des Folgetages) in einer Praxis erhalten. Diese Fälle werden durch den Einsatz des Standardisierten medizinischen Ersteinschätzungsverfahrens (SmED) festgelegt und benötigen keine Überweisung.
Die KVH hat aus diesem Grund die Ärzten und Psychotherapeuten bereits geläufigen Terminmeldungen um die Meldung von Akutterminen erweitert.

Das leistet die TSS

Die Einrichtung und Leistung der TSS hat die Bundesregierung mit dem Versorgungsstärkungsgesetz und der Anlage 28 Bundesmantelvertrag Ärzte (BMV-Ä) festgelegt und durch das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) ergänzt.

Gesetzlich versicherte Patienten können die TSS nutzen und

  • bekommen innerhalb einer Woche nach Kontaktaufnahme einen möglichen Termin mitgeteilt.
  • warten maximal vier Wochen bis zum Termin; zwei bei Akutbehandlung (Psychotherapie).
  • haben keinen Anspruch auf Termine bei bestimmten Ärzten/Therapeuten (kein „Wunscharzt“).
  • müssen bis zu 90 Kilometer Anfahrt in Kauf nehmen (Wohnort).
  • erhalten einen Termin im Krankenhaus, falls die TSS nicht rechtzeitig vermitteln kann.

Vor dem Anruf bei der TSS fragen Patienten am besten zuerst bei ihrem Wunscharzt oder -therapeuten an und versuchen, dort einen Termin zu bekommen. Alle Ärzte und Psychotherapeuten, die in Hessen gesetzlich Versicherte behandeln, finden sie in der Arztsuche Hessen. Die TSS berät nicht zu medizinischen Fragestellungen.

Die TSS vermittelt Patienten dringende Termine sowie Termine für Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern („U-Untersuchungen“), wenn das Kind sich in der Toleranzgrenze befindet. Patienten benötigen für den Anruf bei der TSS ihre Versichertenkarte sowie die für die Untersuchung nötigen Unterlagen.

Für Kontroll- und Routineuntersuchungen kann die TSS keine Termine vermitteln. Wer Termine für Dritte ausmachen möchte, braucht dafür eine beglaubigte Vollmacht (das Bürgeramt gibt Auskunft über Beglaubigungen).

Die TSS vermittelt Patienten dringende Termine. Patienten benötigen für den Anruf bei der TSS ihre Versichertenkarte, die für die Untersuchung nötigen Unterlagen sowie die Überweisung des Hausarztes mit Kennzeichnung für die Dringlichkeit durch den so genannten Überweisungscode (Ausnahme: für Termine bei Augenärzten und Gynäkologen ist keine Überweisung erforderlich).

Für Kontroll- und Routineuntersuchungen kann die TSS keine Termine vermitteln. Wer Termine für Dritte ausmachen möchte, braucht dafür eine beglaubigte Vollmacht (das Bürgeramt gibt Auskunft über Beglaubigungen).

Die TSS vermittelt Patienten Termine zur psychotherapeutischen Sprechstunde sowie zur Akutbehandlung oder probatorischen Sitzung. Patienten benötigen für den Anruf bei der TSS ihre Versichertenkarte sowie die für die Untersuchung nötigen Unterlagen. Zur Akutbehandlung oder probatorischen Sitzung benötigen Patienten außerdem das vom Psychotherapeuten beispielsweise in der Sprechstunde ausgefüllte Formular PTV11 mit Kennzeichnung für die Dringlichkeit (Überweisungscode).

Die TSS kann lediglich Ersttermine vermitteln (keine festen Therapieplätze). Wer Termine für Dritte ausmachen möchte, braucht dafür eine beglaubigte Vollmacht (das Bürgeramt gibt Auskunft über Beglaubigungen).

Termin absagen

Hat ein Patient einen Termin vermittelt bekommen und kann ihn nicht wahrnehmen, sollte er ihn bitte unbedingt rechtzeitig wieder freigeben, damit andere Patienten behandelt werden können. Dafür meldet er sich einfach bei der Praxis. Wenn Patienten einen Termin absagen, muss die TSS ihnen keinen neuen Termin anbieten.

Ansprechpartner

Terminservicestelle (TSS)

Mo – Do: 9 – 16 Uhr
Fr: 9 – 14 Uhr

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 400 5000-0

Ihre Downloads ()

Ihre gesammelten Downloads können Sie jetzt komfortabel mit einem Klick herunterladen.

Alle herunterladen