In Deutschland zugelassene Psychotherapeuten bieten kaum ambulante Gruppentherapien an, obwohl die Vergütung dafür angehoben und die Bürokratie reduziert wurde. Hier liegen in Zeiten knapper psychotherapeutischer Versorgung Ressourcen brach. Doch was sind die Gründe dafür? Dies möchte das Universitätsklinikum Münster in einer geförderten Studie herausfinden.

Studie zur Gruppentherapie: Machen Sie mit!

Welche Barrieren erleben Psychotherapeuten vor oder bei der Durchführung ambulanter Gruppenpsychotherapie? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine bundesweite anonymisierte Umfrage, die im Januar 2019 gestartet ist: Die vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) geförderte BARGRU-Studie geht der Frage nach, warum ambulante Gruppenpsychotherapie (aGPT) in der kassenärztlichen Versorgung nur selten praktisch umgesetzt wird.

Um den Ursachen auf die Spur zu kommen und Strategien zur Verbesserung der Versorgungslage zu entwickeln, wurden im Januar und Februar 2019 alle niedergelassenen und zur aGPT zugelassenen Psychotherapeuten durch ihre jeweils zuständige Kassenärztliche Vereinigung angeschrieben und um Teilnahme an der BARGRU-Studie gebeten.

Alle zur aGPT Zugelassenen dürfen sich an der Studie beteiligen, also auch alle Psychotherapeuten, die aktuell keine aGPT anbieten oder diese bisher noch nie durchgeführt haben.

Die persönlichen Erfahrungen und Einstellungen aller Psychotherapeuten sind wertvoll um herauszufinden, welche Aspekte Aufbau, Einleitung und Durchführung einer ambulanten psychotherapeutischen Gruppe erschweren. Zusätzlich können die Psychotherapeuten angeben, welche Faktoren sich förderlich auf eine (noch stärkere) Realisierung von aGPT auswirken könnten und welche Veränderungen und Verbesserungen sie sich diesbezüglich wünschen.

Jeder ausgefüllte Fragebogen hilft dabei, Strategien zu erarbeiten, mit deren Hilfe die Umsetzung von aGPT im Rahmen des GKV-Systems erleichtert werden könnte.

Die Projektleitung (siehe Ansprechpartner) dankt allen ambulanten Psychotherapeuten, die bereits aktiv mitgewirkt und ihre persönlichen Meinungen und Veränderungswünsche geteilt haben und ruft alle anderen Anfang 2019 angeschriebenen Psychotherapeuten zu einer möglichst baldigen Studienbeteiligung auf. Je höher die Rücklaufquote ist, umso mehr Gehör können sich die aus der Studie resultierenden Verbesserungsvorschläge verschaffen.

zuletzt aktualisiert am: 07.05.2019

Ansprechpartner

Gereon Heuft

Universitätsklinikum Münster
Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie

Domagkstraße 22
48149 Münster

Tel 0251 8352902
psychosomatik(at)ukmuenster(.)de

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