Eine Frau lächelt in die Kamera, während sie ein Magazin in den Händen hält.

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) informiert ihre Mitglieder direkt, zielgruppenspezifisch und aktuell per Rundschreiben über relevante Neuerungen rund um die vertragsärztliche und psychotherapeutische Tätigkeit.

ÄBD: Update elektronischer Heilberufeausweis (eHBA)

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

mit Rundschreiben vom 23. Juli 2021 wurden Ihnen Informationen zur Einführung des eHBA im ÄBD übermittelt. Hierzu haben uns einige Fragen erreicht. Sie erhalten nachfolgend eine Zusammenstellung der wichtigsten Fragen und Antworten:

Jede Ärztin / Jeder Arzt benötigt einen eHBA. Es handelt sich um eine personenbezogene Karte, so dass auch in BAGs ein eHBA pro Ärztin/Arzt vorgehalten werden muss. Sie werden künftig hiermit Ihre digitalen Formulare signieren, so dass ein Delegieren einzelner vertragsärztlicher Pflichten (Ausstellung AU, Rezept, etc.) nicht möglich sein wird.

Fachgruppen ohne persönliche Arzt-Patienten-Kontakte in ihren vertragsärztlichen Praxen, wie Pathologen, Laborärzte, Transfusionsmediziner und Anästhesisten, die ihre Patientinnen/Patienten ausschließlich in der Praxis einer anderen Medizinerin/eines anderen Mediziners aufsuchen, werden nun gesetzlich verpflichtet, sich an die Telematikinfrastruktur (TI) anzubinden und sich mit der benötigten Technik auszustatten. Zu der benötigten Technik gehört unter anderem der eHBA. Ausnahmen sind gesetzlich nicht vorgesehen. Im Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) muss die diensthabende Ärztin/der dienstausübende Arzt nur die Komponente eHBA bereithalten; die restliche Ausstattung besorgt die KVH. Da im ÄBD bei einer Einteilung zum Dienst ein persönlicher Arzt-Patientenkontakt stattfindet, wird der eHBA ohnehin benötigt.

Der eHBA ist länderübergreifend gültig und verwendbar. Ein Anspruch auf Förderung durch die KVH besteht nicht, wenn bereits eine Förderung über eine andere Länder-KV erfolgt.

Sie suchen sich stets Vertreter/-innen für Ihre Dienste? Auch in diesem Fall empfehlen wir, die Aktivierung des eHBA bei uns vorzunehmen. So sind Sie jederzeit einsatzbereit, falls sich Ihre Vertretungssituation ändert.

Sie leisten ausschließlich Hausbesuche beziehungsweise Fahrdienste und haben den eHBA in Ihrem eigenen Praxisverwaltungssystem (PVS) aktiviert? Um den gesetzlichen Vorgaben an eine vollständige und ordnungsgemäße Leistungserbringung zu entsprechen, ist der Besitz des eHBA auch bei reinen „Fahrdienstärztinnen/-ärzten“ bereits ab dem 1. Oktober 2021 im ÄBD dringend anzuraten. Wenn Sie nicht in unserem PVS Ihre Leistungen dokumentieren und abrechnen, bedarf es keiner zusätzlichen Zuordnung Ihres eHBA zu unserem PVS.

Für den Hausbesuchsdienst steht aktuell noch keine Möglichkeit zur Verfügung, alle Funktionen zu nutzen. Daher können Sie die notwendigen Formulare vor Ort händisch für Ihre Patientinnen/Patienten ausfüllen, was Sie jedoch nicht von der nachträglichen elektronischen Übermittlung der AU-Bescheinigungen an die Krankenkassen entbindet. 

Die nachträgliche Übermittlung muss bis zum Ende des auf Ihren Dienst folgenden Werktages erfolgen (alle Tage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind).

Was geschieht, wenn ich künftig freiwillig an einem zusätzlichen ÄBD-Standort tätig werden möchte oder über den üHGD an einen für mich neuen Standort geschickt werde? Wir werden unsere Prozesse so anpassen, dass Sie nichts weiter tun müssen. Im Zuge der Vergabe Ihrer neuen Betriebsstättennummer (BSNR) wird dafür gesorgt, dass Sie als Leistungserbringer/-in auch dem neuen Standort zugeordnet werden und den eHBA dort verwenden können.

Sie wurden gebeten, den eHBA zunächst beim Ihrem Lieferanten freischalten zu lassen.

Ferner wurden sie gebeten, zur Aktivierung des eHBA Ihre ÄBD-Zentrale aufzusuchen und dazu alle Ihnen vom Hersteller des eHBA übermittelten PINs mitzubringen. Hiermit sollen eventuelle Unannehmlichkeiten und Verzögerungen vermieden werden. Im ungünstigsten Fall wird bei wiederholter fehlerhafter PIN-Eingabe der eHBA ungültig. Tatsächlich mussten bereits Aktivierungen abgebrochen werden, da Kolleginnen und Kollegen falsche Eingaben getätigt hatten und keine Unterlagen mit den vom Hersteller oder selbst vergebenen PINs bei sich führten.

Im Zuge der eventuellen vorherigen Aktivierung in einem eigenen PVS wurden oder werden beide PIN verbraucht. Hierbei mussten oder müssen Sie sich in einem weiteren Schritt individuelle PINs vergeben. Suchen Sie danach die ÄBD-Zentrale auf und nehmen Sie Kontakt mit unserer Hotline auf, um Ihren eHBA Ihnen als Leistungserbringer in unserem PVS zuordnen zu lassen, benötigen Sie diese eigens vergebenen individuellen PINs.

Die Vorlage des ausgefüllten Rückmeldebogens ist dringend notwendig, um die erste Phase der Verwendung des eHBA vorzubereiten.

Ansonsten könnten die bürokratischen Hürden gerade in den ersten Tagen die Arbeitsfähigkeit des ÄBD gefährden. Dies möchten wir unbedingt vermeiden. Bitte geben Sie uns auch eine Rückmeldung, wenn Sie bis dato Ihre Dienste regelmäßig an Kollegen abgeben.

Aktuell laufen die Vorbereitungen weiter auf Hochtouren. Um die Abläufe nicht unnötig zu verkomplizieren, suchen wir nach Möglichkeiten, Ihnen ein Einlesen Ihres eHBA im Arztzimmer zu ermöglichen.

Abschließend erlauben Sie mir den Hinweis, dass ich um die mit den Neuerungen verbundenen Umstände für Sie weiß. Der Gesetzgeber hat deren Umsetzung aufgegeben, ohne dabei zahlreiche Details zu definieren. Die KVH wird weiterhin alles tun, um die notwendigen Komponenten und Prozesse zu etablieren und Sie zu unterstützen. Wir wollen ausdrücklich mit Ihnen zusammen daran arbeiten, so dass der Focus schnellstmöglich weg von der Bürokratie hin zur Behandlung unserer Patientinnen/Patienten gerichtet werden kann.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Eckhard Starke
stv. Vorstandsvorsitzender

zuletzt aktualisiert am: 23.08.2021

An alle Ärztinnen und Ärzte im Ärztlichen Bereitschaftsdienst

Hotline: eHBA aktivieren

  • 069 24741-7010
  • montags, dienstags und donnerstags von 19 bis 21 Uhr 
  • mittwochs und freitags von 16 bis 18 Uhr

 

Ansprechpartner

Ärztlicher Bereitschaftsdienst (Verwaltung)

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt am Main

Fax 069 24741-68837
bereitschaftsdienst(at)kvhessen(.)de

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