Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen informiert ihre Mitglieder direkt, zielgruppenspezifisch und aktuell per Rundschreiben über relevante Neuerungen rund um die vertragsärztliche und psychotherapeutische Tätigkeit.

TSS: Termine verpflichtend melden!

Sehr geehrte Damen und Herren,

leider gibt es doch immer wieder einmal unfreundliche Anlässe, die den Vorstand Ihrer KV dazu zwingen, sich an Sie zu wenden. Wie schon im letzten Rundschreiben zur Terminservicestelle (TSS) mitgeteilt, müssen wir leider weiterhin feststellen, dass die Bereitschaft, Termine an die TSS zu melden, drastisch gesunken ist und sich auf immer weniger Praxen beschränkt.

Der aktuelle Stand in der TSS: Es fehlt an Terminen und wir können unseren gesetzlichen Auftrag, Termine in den vorgeschriebenen Fristen zu vermitteln, zusammen mit unserem Anspruch, das ausschließlich bei Mitgliedern der KVH zu tun, so nicht mehr nachkommen. Zudem müssen unsere Mitarbeiterinnen leider erleben, dass sie in vielen Fällen, in denen sie einen Termin persönlich in Praxen erbeten haben, mehr als unfreundlich abgewiesen wurden. Damit verwehrt man der TSS auch das letzte Mittel, die freiwillige Terminmeldung zu erhalten.

Die Gefahr einer Umsteuerung in den stationären Sektor wird immer wahrscheinlicher, bzw. wir suchen sogar bereits für die ersten Patienten, entsprechend dem gesetzlichen Auftrag, im Bereich der Psychiatrie stationäre Behandlungsmöglichkeiten. Das ist so leider nicht akzeptabel.

Das Prinzip der Freiwilligkeit beim Melden von Terminen lässt sich damit nicht mehr aufrechterhalten. Aufgrund dessen ist es für uns leider unumgänglich, Sie zukünftig zur Meldung von Terminen zu verpflichten. Je nachdem, wie gut Sie uns unterstützen, würden wir es aber ausdrücklich begrüßen, wenn diese Verpflichtung eventuell zur Mitte 2019 wieder ausgesetzt und zum freiwilligen Verfahren zurückgekehrt werden kann.

 

Ab 1. Januar 2019 gilt damit zunächst:

  • Alle in der Tabelle genannten Praxen sind verpflichtet, der TSS Termine zu nennen.
  • Den Umfang der verpflichtenden Terminmeldung pro Arzt/Therapeut entnehmen Sie der beigefügten Tabelle.
  • Die Dauer eines Termins sollte einem für Ihr Fachgebiet üblichen Behandlungstermin entsprechen.
  • Bei der Meldung von Terminen gibt es für die Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, aufgrund der angepassten und niedrigen Anzahl der zu meldenden Termine, keine Unterscheidung mehr zwischen einem vollen und einem hälftigen Versorgungsauftrag.

Die Erfassung Ihrer Terminkontingente für das Jahr 2019 stellen Sie uns bitte im eTerminservice bis zum 31. Dezember 2018 zur Verfügung. Natürlich sind spätere Änderungen, z. B. wegen geänderter Urlaubsplanung in Absprache mit der TSS noch möglich.

Wir müssen uns leider auch eine Überprüfung Ihrer Terminmeldungen vorbehalten, nicht zuletzt, da wir nicht ausschließen können, dass nach diesem Rundschreiben, das ganz sicher auch bei unseren „Freunden“ der GKV, insbesondere des GKV-Spitzenverbandes, der Hessischen Krankenhausgesellschaft, selbsternannten Patientenschützern und diversen, hinlänglich bekannten Politikern landen wird, einschlägige Aktivitäten zur „Überprüfung“ der TSS in Hessen stattfinden werden.

Und dann auch noch ein Wort zum Versand. Einschreiben sind sicher nicht billig und haben auch irgendwo einen Beigeschmack. Trotzdem: Wir möchten einfach nur dafür sorgen, dass so ein wichtiges Schreiben nicht verloren geht oder verhindern, dass es nie angekommen ist. Auch wenn es bei der großen Mehrheit der Praxen dafür kein Einschreiben braucht.

 

Mit besten kollegialen Grüßen,
Ihre Frank Dastych, Vorstandsvorsitzender und Dr. Eckhard Starke, stv. Vorstandsvorsitzender

zuletzt aktualisiert am: 14.12.2018

Rundschreiben

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