Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen informiert ihre Mitglieder direkt, zielgruppenspezifisch und aktuell per Rundschreiben über relevante Neuerungen rund um die vertragsärztliche und psychotherapeutische Tätigkeit.

Telematikinfrastruktur: Fristablauf

Letzter Aufruf: Kümmern Sie sich nun dringend um den Anschluss an die Telematikinfrastruktur!

Sehr geehrte Damen und Herren
liebe Kolleginnen und Kollegen,

in wenigen Wochen, genauer gesagt Ende März 2019, endet die letzte Bestellfrist von Komponenten für den gesetzlich vorgeschriebenen Anschluss unserer Praxen an die Telematikinfrastruktur. Wer bis dahin nicht bestellt hat, versäumt die vom Gesetzgeber vorgegebenen Fristen und muss ab dem 1. Januar 2019 rückwirkend so lang mit einem einprozentigen Honorarabzug rechnen, bis die Praxis einen Versichertenstammdatenabgleich (VSDM) vornimmt.

Uns ist völlig bewusst, wie leidig dieses Thema für uns alle ist und welche allergischen Reaktionen es bei vielen von Ihnen auslöst. Trotzdem möchten wir gerne verhindern, dass Sie nur deshalb eine Honorarkürzung erfahren, weil Ihnen nicht bewusst war, dass es nun höchste Zeit wird. Auch möchten wir Ihnen an dieser Stelle eine erneute Diskussion zur Verantwortung der Industrie, Lieferfähigkeiten und dem Versagen der Politik dabei, die wirklich Verantwortlichen zu benennen, ersparen. Nur so viel: Aktuell häufen sich wieder Nachrichten darüber, dass der Hersteller eines Konnektors trotz fristgerechter Bestellung keine Lieferung bis zum Ende des zweiten Quartals zusagt. Wir können an dieser Stelle den Namen des Konnektors nicht nennen, doch es häufen sich, wie gesagt, entsprechende Nachrichten.

In einem solchen Fall wäre trotz fristgerechter Bestellung kein „pünktliches“ VSDM möglich und die Praxis mit einem Honorarabzug zu belegen – dies aber, wie geschildert, völlig ohne Schuld der Praxis. Wir müssen sicherlich nicht ausführlich darlegen, welches Ausmaß an Irrsinn sich allein an dieser Stelle zeigt. Um etwas dagegen tun zu können, benötigen wir dringend Ihre Mithilfe: sollten Sie vom Konnektorhersteller ein entsprechendes Schriftstück (Liefertermin nach zweitem Quartal trotz rechtzeitiger Bestellung) erhalten haben, so lassen Sie uns bitte unbedingt eine Kopie dieses Schreibens zukommen. Wenn wir in nennenswertem Umfang belegen können, dass die Industrie hier erneut ihren Verpflichtungen nicht nachkommt, lässt sich vielleicht zumindest in solchen Fällen Schadensbegrenzung betreiben.

Inhaltlich verweisen wir noch einmal auf unser Rundschreiben von Anfang Dezember. An den Fristen zum Anschluss an die TI hat sich nichts mehr geändert. Wir arbeiten derzeit an einer bürokratiearmen Selbsterklärung im KV-SafeNet*, mit der Sie der KV gegenüber die rechtzeitige Bestellung bestätigen können. Darüber werden wir Sie zeitnah informieren.

Natürlich bleibt Ihr Recht bestehen, sich der Digitalisierung zu verweigern – ungeachtet der Konsequenzen für Ihr Honorar. Bundesgesundheitsminister Spahn hat allerdings erst vor wenigen Wochen in Berlin noch einmal klar gemacht, dass die Digitalisierung im Gesundheitswesens keine Frage des „ob“, sondern nur noch des „wann“ sei. „Die Digitalisierung im Gesundheitswesen wird kommen. Entweder wir erleiden sie, oder wir gestalten sie mit“, so Spahn. An dieser Stelle müssen wir ihm fast zustimmen, so schwer das angesichts seiner sonstigen Entscheidungen auch fällt.

 

Mit freundlichen kollegialen Grüßen, Ihre
Ihre Frank Dastych, Vorstandsvorsitzender und Dr. Eckhard Starke, stv. Vorstandsvorsitzender

zuletzt aktualisiert am: 14.02.2019

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