Eine Frau lächelt in die Kamera, während sie ein Magazin in den Händen hält.

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) informiert ihre Mitglieder direkt, zielgruppenspezifisch und aktuell per Rundschreiben über relevante Neuerungen rund um die vertragsärztliche und psychotherapeutische Tätigkeit.

Neue Bereitschaftsdienstordnung (BDO) der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

in ihrer Sitzung am 11. Dezember 2021 hat die Vertreterversammlung der KV Hessen eine neue Bereitschaftsdienstordnung beschlossen. Sie wird hiermit formal bekannt gemacht. Eine Lesefassung der neuen BDO finden Sie hier. Sie wird zudem in den nächsterreichbaren Ausgaben von Auf den PUNKT. sowie des Hessischen Ärzteblatts veröffentlicht werden.

Regelung und Professionalisierung des Beratungsarztdienstes

Bereits seit vielen Jahren sind Beratungsärzte (BA) an den ÄBD-Dispositionszentralen im Einsatz und führen telefonische Beratungen durch. Die, auch zusätzlich durch die Pandemie, gestiegene Bedeutung dieses Versorgungsangebotes im Rahmen des Bereitschaftsdienstes wird nun mit der Aufnahme des Beratungsarztdienstes (BAD) in die BDO Rechnung getragen. Er wird als Teil des Bereitschaftsdienstes aufgenommen. Die Umsetzung und Organisation des BAD wird geregelt.

Die neue BDO regelt neben den Teilnahmevoraussetzungen für BA auch deren konkrete Aufgaben und Beendigungsmöglichkeiten für den Beratungsarztdienst. Der BAD bleibt weiterhin ein freiwilliger Dienst, auf den sich Ärztinnen und Ärzte bewerben können. Sind alle nötigen Teilnahmevoraussetzungen erfüllt und eine Ärztin oder ein Arzt in den Pool der BA aufgenommen, kann sie oder er Dienste an den ÄBD-Dispositionszentralen übernehmen. Ab diesem Zeitpunkt sind die Regelungen der BDO auch für BA verbindlich und verpflichtend.

Der bisherige „Obmann der Beratungsärzte“ wird zukünftig als „ärztlicher Koordinator“ bezeichnet, da sein Aufgabenprofil sich von dem der Obleute in den ÄBD-Bezirken unterscheidet und er vom Vorstand ernannt wird.

In der neuen BDO wird nicht mehr ausschließlich von telefonischen Beratungen gesprochen, sondern von telemedizinischer Beratung und Behandlung, um die Möglichkeit für zukünftige Videosprechstunden im Bereitschaftsdienst als zusätzliches Versorgungsangebot bereits mit dieser Anpassung der BDO zu verankern.

Erhöhung des Aufwendungsersatzes bei verschuldetem Nichtantritt von Diensten

Ebenfalls in der aktuellen BDO-Anpassung enthalten ist eine Erhöhung des Aufwandsersatzes von bisher 500 Euro auf 1.000 Euro bei verschuldetem Nichtantritt. Diese Erhöhung ist notwendig, weil die Aufwände in der Verwaltung bei der Bearbeitung von Verfahren zum unentschuldigten Nichtantritt von ÄBD-Diensten immer mehr gestiegen sind. Darüber hinaus setzen wir auf ein höheres Maß an disziplinarischer Wirkung durch eine höhere Aufwandsentschädigung. Zwar verhält sich das Gros der Kolleginnen und Kollegen an dieser Stelle kollegial im wahrsten Sinne des Wortes, trotzdem kommt es immer wieder zu Fällen von verschuldetem Nichtantritt. Der Anreiz für ein BDO-konformes und kollegialeres Verhalten soll durch diese Erhöhung geschaffen werden. Wir hoffen auf Ihr Verständnis!

Mit besten kollegialen Grüßen, Ihre

Frank Dastych
Vorstandsvorsitzender

Dr. med. Eckhard Starke
stv. Vorstandsvorsitzender

zuletzt aktualisiert am: 17.12.2021

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