Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) informiert ihre Mitglieder direkt, zielgruppenspezifisch und aktuell per Rundschreiben über relevante Neuerungen rund um die vertragsärztliche und psychotherapeutische Tätigkeit.

SARS-CoV-2: Informationen rund ums Impfen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

da sich nachvollziehbarerweise im Moment Fragen rund um die im Januar 2021 beginnenden Impfungen gegen das Coronavirus häufen, möchten wir Sie noch einmal mit einem Praxis-Update versorgen.

Weil das Geschehen derzeit wieder sehr dynamisch ist und sich Dinge von Tag zu Tag ändern, kann der Hauptkanal für tagesaktuelle Informationen im Moment nur unsere Homepage sein. Unter www.kvhessen.de/corona bleiben Sie auf dem Laufenden.

Einige der Informationen (Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung – KBV), zum Beispiel was die Notzulassung der Impfstoffe angeht, sind schon jetzt in einzelnen Dokumenten nicht mehr auf dem neuesten Stand. Trotzdem glauben wir, Ihnen damit einen wichtigen, praxisnahen Überblick über den aktuellen Stand der Dinge bieten zu können.

Aktuell finden Sie dort:

Besonders möchten wir Sie auf den gemeinsamen Impfaufruf des Ministerpräsidenten, des hessischen Innenministers, unseres Sozialministers Kai Klose, der Landesärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) hinweisen. Möglicherweise erhalten Sie dieses Schreiben doppelt, aber aus Zeitgründen ist kein Adressabgleich mit der Landesärztekammer, die das Schreiben ebenfalls verschickt, erfolgt. In diesem Fall gilt aber sprichwörtlich, dass „doppelt besser hält“, denn selbstverständlich ist es von entscheidender Bedeutung, dass sich möglichst viele Niedergelassene an den Impfungen beteiligen.

Damit dies möglich ist, haben wir im Gespräch mit den politisch Verantwortlichen großen Wert darauf gelegt, dass die Honorare fürs Impfen in den von den Landkreisen betriebenen Impfcentern in einem angemessenen Bereich liegen. Mit dem hessischen Innenminister und Sozialminister wurden daraufhin 120 Euro/Stunden für Ärzte und 50 Euro/Stunde für Medizinische Fachangestellte (MFA) vereinbart.

Wie wir aus verschiedenen Ecken Hessens hören, werden diese Richtbeträge nun in Frage gestellt. Dies geschieht vor allem dort, wo durch die Gebietskörperschaften Dritte mit der Organisation und dem Vertragsabschluss beauftragt wurden. Darauf haben weder die beiden Ministerien noch die KVH Einfluss, genauso wenig wie auf die Vertragsgestaltungen durch erwähnte Dritte. Wir halten die vereinbarten Beträge für angemessen, sie sollten aber eben auch nicht unterschritten werden. Das Innenministerium wird die Gebietskörperschaften noch einmal eigenständig anschreiben, so dass wir hoffen, dass dem „Wildwuchs“ an dieser Stelle bald Einhalt geboten wird.

Immer wieder haben uns auch Fragen zu Haftung und Unfallversicherung während des Einsatzes in den Impfcentern erreicht. Hierzu gilt Folgendes: Bei einer Impfung wie der gegen das Coronavirus, die von der obersten Landesgesundheitsbehörde empfohlen wird, wird ein eventueller Impfschaden durch die Haftung nach § 60 IfSG abgedeckt.

Personal, das in den Impfcentern arbeitet, ist von der gesetzlichen Unfallversicherung umfasst. Es besteht sowohl für Ärzte als auch MFA Versicherungsschutz kraft Gesetzes als Beschäftigter (§ 2 Abs. 1 SGB VII).

Mit besten kollegialen Grüßen, Ihre

Frank Dastych
Vorstandsvorsitzender

Dr. med. Eckhard Starke
stv. Vorstandsvorsitzender

zuletzt aktualisiert am: 16.12.2020

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Fax 069 24741-68826
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