Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) informiert ihre Mitglieder direkt, zielgruppenspezifisch und aktuell per Rundschreiben über relevante Neuerungen rund um die vertragsärztliche und psychotherapeutische Tätigkeit.   

Änderungen des Honorarverteilungsmaßstabes

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) hat in ihrer Sitzung am 24. und 25. August 2019 Modifikationen an dem in Hessen geltenden Honorarverteilungsmaßstab (HVM) beschlossen. Diese ab 1. April beziehungsweise 1. Oktober 2019 geltenden Änderungen werden hiermit satzungsgemäß veröffentlicht, nachdem das notwendige Benehmen mit den hessischen Krankenkassen hergestellt werden konnte.

Umsetzung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes / redaktionelle Anpassungen

Gesetzlich versicherte Patienten sollen nach dem Willen des Gesetzgebers noch schneller einen Termin beim Arzt oder Psychotherapeuten bekommen. Dazu sieht das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) eine Fülle von Maßnahmen vor, darunter die „extrabudgetäre“ Vergütung diverser ärztlicher Leistungen. Der Bewertungsausschuss hat in seiner 439. Sitzung am 19. Juni 2019 zur Umsetzung des TSVG Vorgaben zur notwendigen Bereinigung der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (mGV) beschlossen. Die auf dieser gesetzlichen Grundlage erbrachten und sachlich-rechnerisch geprüften Leistungen nach § 87a Abs. 3 Satz 5 Nrn. 3 bis 6 SGB V (TSVG-Konstellationen) sind unter Berücksichtigung der arztgruppenspezifischen Auszahlungsquoten des jeweiligen Vorjahresquartals begrenzt auf vier Abrechnungsquartale eines Jahreszeitraums zu bereinigen. Mit der aktuellen Beschlussfassung werden diese Vorgaben mit Wirkung ab dem 2. Quartal 2019 im HVM umgesetzt.

Ferner wurden in der Anlage 1 zum HVM redaktionelle Anpassungen bei der Angabe der Fachgebiet Codes und der Arztgruppenbezeichnungen vorgenommen.

Strukturfonds nach § 105 Abs. 1a SGB V

Darüber hinaus hat die VV beschlossen, mit Wirkung ab dem 2. Quartal 2019 einen Anteil in Höhe von 0,1 Prozent der mGV zur Finanzierung von Fördermaßnahmen im Rahmen des Strukturfonds zur Verfügung zu stellen. Ab 1. Oktober 2019 erhöht sich dieser Anteil auf 0,2 Prozent.

Dies hat von Gesetzes wegen zur Folge, dass die Krankenkassenverbände und die Ersatzkassen in jeweils gleicher Höhe Beiträge an den Strukturfonds zu entrichten haben.

Zusammenlegung von Arztgruppen / weitere TSVG-Regelungen

Ein weiterer VV-Beschluss hat die Zusammenlegung der Arztgruppen der vollzugelassenen Neurologen, der vollzugelassenen Psychiater (einschließlich Ärzte für Psychiatrie und Psychotherapie) mit Leistungsanteil an Richtlinien-PT von höchstens 30 Prozent sowie der vollzugelassenen Psychiater (einschließlich Ärzte für Psychiatrie und Psychotherapie) mit Leistungsanteil an Richtlinien-PT von mehr als 30 Prozent und der vollzugelassenen Nervenärzte, Neurologen und Psychiater mit "alter (2 BAR-Codes) und neuer(1 BAR-Code)" Doppelzulassung ab 1. Oktober 2019 zum Inhalt.

Darüber hinaus werden für die Zeit ab 1. Oktober 2019 weitere TSVG-Regelungen umgesetzt.

Alle weiteren Informationen entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der beigefügten Beschlüsse. Für Fragen stehen Ihnen die Ansprechpartner der regionalen BeratungsCenter der KVH gerne zur Verfügung. Eine Lesefassung des kompletten HVM in der aktuell beschlossenen Fassung finden Sie auf unserer Homepage.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

Frank Dastych
Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen

Dr. med. Eckhard Starke
stv. Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen

zuletzt aktualisiert am: 17.09.2019

Rundschreiben

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Tel 069 24741-7777
Fax 069 24741-68826
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