Eine Frau lächelt in die Kamera, während sie ein Magazin in den Händen hält.

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) informiert ihre Mitglieder direkt, zielgruppenspezifisch und aktuell per Rundschreiben über relevante Neuerungen rund um die vertragsärztliche und psychotherapeutische Tätigkeit.

BASF-Händedesinfektionsmittel nicht mehr zugelassen

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

vielleicht haben auch Sie in den vergangenen Monaten über unseren Webshop das Händedesinfektionsmittel „Protectol® Schützt“ vom Hersteller BASF bezogen. Sollten Sie in Ihren Praxen noch über Bestände verfügen, beachten Sie bitte dringend die folgenden Informationen:

Unter dem Produktnamen „Protectol® Schützt“ gibt es zwei verschiedene Händedesinfektionsmittel. Mit beiden wurden wir und damit auch Sie beliefert. Eine Variante basiert auf Ethanol, die zweite Variante auf dem Biozidwirkstoff Isopropanol. Letztere wurde im Rahmen einer Allgemeinverfügung zur Zulassung von Biozidprodukten zur hygienischen Händedesinfektion der Bundesstellefür Chemikalien am 16. September 2020 zugelassen. Die Gültigkeit dieser Allgemeinverfügung endete am 5. April 2021. Eine Verlängerung erfolgte nicht.

Was bedeutet das für Sie und Ihre Praxen? Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass sich in Ihren Praxen sowohl „Protectol® Schützt“ auf Basis von Ethanol wie auch auf Basis von Isopropanol befindet. Sie können beide Varianten weiterhin verwenden, dabei gilt jedoch:

  • Ethanolhaltige Bestände dürfen Sie weiterhin für medizinische Desinfektionszwecke verbrauchen.
     
  • Isopropanolhaltige Bestände dürfen Sie nicht mehr für medizinische Desinfektionszwecke, aber – vergleichbar mit Produkten aus Drogeriemärkten – für zum Beispiel das Patient:innen-WC oder die Händedesinfektion am Eingang verwenden.

Wie erkennen Sie, um welche Variante es sich handelt?

  • „Protectol® Schützt“ auf Ethanol-Basis ist auf dem Etikett mit „UN 1170“ gekennzeichnet.
     
  • „Protectol® Schützt“ auf Isopropanol-Basis ist auf dem Etikett mit „UN 1219“ gekennzeichnet.


Grundsätzlich sind wir davon ausgegangen, dass die BASF aufgrund der gesetzlichen Vorgaben nur noch das ethanolhaltige Produkt anbietet. Wir haben aber inzwischen erfahren, dass auch die isopropanolhaltige Variante offenbar noch bis vor zwei Wochen ausgeliefert wurde. Wir befinden uns daher mit der BASF in Gesprächen darüber, ob eine Verwendung zur medizinischen Desinfektion eventuell auf einer anderen, uns bisher nicht bekannten gesetzlichen Grundlage möglich ist. Bis wir hier Klarheit haben, bitten wir Sie – auch und insbesondere in Ihrem eigenen Interesse – sich an die aktuell geltende Regelung zu halten. Sollten wir hier neue Erkenntnisse haben, informieren wir Sie selbstverständlich unverzüglich darüber.

Mit besten kollegialen Grüßen, Ihr

Dr. Eckhard Starke
stv. Vorstandsvorsitzender

Mit besten kollegialen Grüßen, Ihr

Dr. Eckhard Starke
stv. Vorstandsvorsitzender

zuletzt aktualisiert am: 26.07.2021

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