Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) informiert ihre Mitglieder direkt, zielgruppenspezifisch und aktuell per Rundschreiben über relevante Neuerungen rund um die vertragsärztliche und psychotherapeutische Tätigkeit.

Herausforderung Grippesaison

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

auch, wenn das Wetter zuletzt noch spätsommerlich war: Der Herbst ist da – und mit ihm rückt die Erkältungszeit immer näher. Es ist zu erwarten, dass die Nachfrage nach der Grippeschutzimpfung in diesem Jahr noch höher sein wird als in den vergangenen Jahren. Und weil auch das Coronavirus uns alle nach wie vor in Atem hält, bedeutet die anstehende Grippesaison insbesondere für Sie und Ihr Praxispersonal eine große Herausforderung.

Wir möchten es an dieser Stelle nicht versäumen, uns noch einmal für Ihre Arbeit und Ihren Einsatz in den zurückliegenden Monaten zu bedanken. Ohne Sie und Ihre Mitarbeitenden wären wir in Hessen keinesfalls so gut – wenn man das denn sagen kann – durch diese schwierige Zeit gekommen. Gerade auch im Vergleich zu einigen anderen Regionen in Deutschland.

Uns als KV ist es wichtig, Sie und Ihre Praxen so gut wie möglich zu unterstützen. Mit unseren COVID-Koordinierungscentern (Testcenter) ist es uns in der Hochzeit der Pandemie und in den vergangenen Wochen, in denen die Infektionszahlen wieder gestiegen sind, gelungen, das Gros der Patienten, die auf SARS-CoV-2 getestet werden müssen, aus Ihren Praxen herauszuhalten. Mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen müssen wir allerdings auch sagen: Ein Ausbau der Testcenter ist kaum mehr machbar. Dazu fehlt schlichtweg das ärztliche und nichtärztliche Personal, welches zur Versorgung „gewöhnlicher“ Patienten in den Praxen gebraucht wird.

Infektsprechstunde

Vor diesem Hintergrund möchten wir Sie heute weiterhin um Ihre Unterstützung bitten. Davon ausgehend, dass in den kommenden Wochen vermehrt Patienten mit Erkältungssymptomen Ihre Praxis aufsuchen werden, möchten wir Sie bitten, einmal zu prüfen, ob Sie in Ihrer Praxis – wenn nicht bereits geschehen – eine gesonderte Sprechstunde für Infektpatienten (Infektsprechstunde) einrichten und durchführen können. Entweder durch eine räumliche oder zeitliche Trennung der Infektpatienten von Ihren anderen Patienten. So lassen sich zusätzliche Testangebote schaffen. 

Test- und Impfkapazitäten

Versuchen Sie darüber hinaus bitte, möglichst hinreichend Test- und Impfkapazitäten – natürlich im Rahmen der Möglichkeiten – in Ihrer Praxis vorzuhalten, um für einen möglichen „Ansturm“ entsprechend gewappnet zu sein. Wir alle können nicht absehen, wie sich das Infektionsgeschehen entwickelt und wie die Patienten darauf reagieren. Wir sollten daher so gut wie möglich vorbereitet sein. 

Versorgung gemeinsam gewährleisten

Abschließend möchten wir noch auf etwas hinweisen: Selbstverständlich wissen wir, dass viele Praxen aufgrund von Corona oftmals an der Belastungsgrenze gearbeitet haben. Und es ist uns auch bewusst, dass die Belastung für Sie und Ihre Mitarbeitenden mit Beginn der Grippesaison und dem gleichzeitigen Fortbestehen der Pandemie wahrscheinlich nicht geringer wird.

Und dennoch: Die Versorgung von Grippe- wie auch von Coronapatienten ist Bestandteil unseres Versorgungsauftrags. Das sollten und müssen wir uns immer wieder vor Augen führen.

Vor diesem Hintergrund bedanken wir uns bei Ihnen und Ihrem Praxisteam nochmals für das bisher Geleistete und sagen vorab „Vielen Dank“ für das, was noch kommt.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen, Ihre

Frank Dastych
Vorstandsvorsitzender

Dr. med. Eckhard Starke
stv. Vorstandsvorsitzender

zuletzt aktualisiert am: 24.09.2020

An Haus-, Kinder- und Jugend- sowie Hals-Nasen-Ohren-Ärzte im Bereich der KVH

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