Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen informiert ihre Mitglieder direkt, zielgruppenspezifisch und aktuell per Rundschreiben über relevante Neuerungen rund um die vertragsärztliche und psychotherapeutische Tätigkeit.

Erweiterte Honorarverteilung (EHV)

Veröffentlichung des Punktwerts, der prozentualen EHV-Umlage sowie der Maximalumlage für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

gem. §§ 3 Abs. 2,3; 4 Abs. 5 der Grundsätze der Erweiterten Honorarverteilung (GEHV) erfolgt jeweils zum 1. Januar eines Jahres sowohl eine Anpassung des EHV-Punktwerts, als auch der prozentualen EHV-Umlage sowie der Maximalumlage.

Für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2019 gelten folgende Werte:

  • Prozentuale Umlage: 6,92 Prozent
  • Maximalumlage/Quartal: 10.348,93 Euro
  • Punktwert: 0,2251 Euro

Der Punktwert wird mit vier Dezimalstellen festgesetzt (§ 4 Abs. 4 GEHV).

Aus der Multiplikation des Punktwerts mit den erworbenen EHV-Ansprüchen in Punkten errechnet sich die Höhe des monatlichen EHV-Bezugs.

Berechnungsgrundlagen:

Prozentuale Umlage

Die Umlage wird in Form eines prozentualen Abzugs von dem über die KVH abgerechneten EHV-relevanten Honorar des jeweiligen Vertragsarztes im aktuellen Abrechnungsquartal zuzüglich der auf vier Quartale aufgeteilten Summe der für das Vor-Vorjahr gemeldeten bzw. geschätzten Honorare aus Selektivverträgen einbehalten (§ 3 Abs. 1 Satz 2 GEHV in der Fassung ab dem 1. Januar 2017).

Maximalumlage

Der Umlagebetrag zur EHV ist (unter Einbeziehung der Selektivvertragshonorare) auf einen Höchstbetrag (Maximalumlage) begrenzt. Jeweils zum 1. Januar eines Jahres wird für insgesamt vier Quartale eine Maximalumlage festgesetzt. Basis für die Festsetzung der quartalsweisen Maximalumlage ist die durchschnittliche EHV-Umlage je Zulassungsumfang der letzten vier vollständigen Abrechnungsquartale. Die Maximalumlage beträgt 250 % der durchschnittlichen EHV-Umlage (§ 3 Abs. 2 GEHV).

Die Maximalumlage pro Quartal für das Jahr 2019 beträgt damit 10.348,93 Euro.
 

Maßgrößen für die Festlegung des EHV-Punktwerts für den Zeitraum vom 01.01.2019 bis 31.12.2019:

Berechnung des EHV-Punktwerts

Der Punktwert wird einmal jährlich zum 1. Januar eines Jahres angepasst. Die Anpassung erfolgt gem. § 4 Abs. 5 GEHV grundsätzlich anhand des Prozentsatzes, um den sich das EHV-relevante Durchschnittshonorar vom Vor-Vor-Vorjahr zum Vor-Vorjahr verändert hat (Honorardynamik):

* KV-Honorar = Jahresgesamthonorar (EK, PK) aller EHV-pflichtigen Ärzte

 

Der sich aus der Honorardynamik ergebende Prozentsatz zur Anpassung des Punktwertes zum 1. Januar 2019 beträgt: 3,5 Prozent

Ausgangspunktwert: 0,2340 Euro x 1,0350 = PW neu 0,2422 Euro *

(* Punktwert vor Durchführung Paritätischer Defizitausgleich und Aufbau Schwankungsreserve nach §§ 5 und 6 GEHV)

 

Schwankungsreserve und Paritätischer Defizitausgleich

Schwankungsreserve (§ 6 GEHV)

Für einen unterjährigen Defizitausgleich ist eine Schwankungsreserve in Höhe von 7% des für das vorherige Bezugsjahr festgestellten Umlagevolumens vorzuhalten. Ergibt die Überprüfung des Finanzstatus einen vollständigen oder teilweisen Verzehr der Schwankungsreserve, so ist dieses Defizit zu dem Umlagevolumen nach § 5 Abs. 1 GEHV vor Durchführung der weiteren Rechenschritte hinzuzurechnen, so dass zusätzlich zur Finanzierung der Leistungen aus der Umlage die Schwankungsreserve auf den Sollwert aufgefüllt wird.

Ein zusätzlicher Aufbau der Schwankungsreserve ist erforderlich.


Paritätischer Defizitausgleich (§ 5 GEHV)

Bei der jährlichen Anpassung der Umlage und der Bezüge nach § 4 GEHV ist zu schätzen, ob für die folgenden 12 Kalendermonate die EHV-Ausgaben durch das Umlagevolumen gedeckt werden. Sofern das Umlagevolumen deckungsgleich ist mit den zu erwartenden EHV-Ansprüchen, wird der bisherige Umlageprozentsatz im aktuellen Bezugsjahr fortgeführt. Sollte sich ein Defizit ergeben, erfolgt der paritätische Defizitausgleich (PDA). Das sich bei der Schätzung ergebende Defizit ist zu gleichen Teilen durch die Beitragszahler und die EHV-Empfänger zu tragen. Es wird der Umlagesatz ergänzend zur Regelung in § 5 Abs. 1 Satz 2 GEHV so erhöht, dass die Hälfte der Differenz durch die erhöhte Umlage gedeckt wird. Weiterhin wird der errechnete Punktwert ergänzend zu § 4 Abs. 5 GEHV so weit abgesenkt, dass dadurch die verbleibende Hälfte des Defizits abgedeckt ist.

 

Absenkung Punktwert durch Anteil PDA um: 7,06 Euro

Punktwert nach PDA: 0,2251 Euro

Steigerung Umlage nach § 5 Abs. 2 GEHV durch Anteil PDA um: 8,22 Prozent

Umlage nach PDA: 6,92 Prozent


Die an der EHV teilnehmenden aktiven Vertragsärztinnen und -ärzte in Hessen erhalten mit den Honorarabrechnungen einen Bescheid über die individuelle Umlageberechnung. Den Empfängern von EHV-Zahlungen geht bis Ende Dezember 2018 ein Anpassungsbescheid über ihre Ansprüche und die Höhe der monatlichen Zahlungen zu.


Mit freundlichen Grüßen
Ihre Kassenärztliche Vereinigung Hessen

zuletzt aktualisiert am: 13.12.2018

Rundschreiben

an alle ärztlichen Mitglieder und EHV-Empfänger der KVH

Ansprechpartner

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Mo – Fr: 7 – 17 Uhr

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Tel 069 24741-7777
Fax 069 24741-68826
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