Eine Frau lächelt in die Kamera, während sie ein Magazin in den Händen hält.

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) informiert ihre Mitglieder direkt, zielgruppenspezifisch und aktuell per Rundschreiben über relevante Neuerungen rund um die vertragsärztliche und psychotherapeutische Tätigkeit.

eAU: Start am 1. Oktober 2021 und neue Übergangsfrist

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

Anfang dieses Jahres hatten wir Sie über den Start der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) am 1. Oktober 2021 informiert. Vorgesehen ist, dass Sie beziehungsweise Ihre Praxis Krankschreibungen dann digital an die Krankenkassen übermitteln. Da einige Praxen jedoch bisher noch nicht über die notwendigen technischen Voraussetzung verfügen, haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband eine Übergangsregelung vereinbart.

Demnach können Ärztinnen und Ärzte – solange die technischen Voraussetzungen in der Praxis nicht vorhanden sind – übergangsweise bis spätestens zum 31. Dezember 2021 das alte Verfahren anwenden und den „gelben Schein“ (Muster 1) nutzen.

Technische Voraussetzungen für die eAU

Für die eAU benötigen Sie in Ihrer Praxis neben einem KIM-Dienst (Dienst für sichere Kommunikation im Medizinwesen) einen Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI) mit mindestens einem TI-Konnektor-Update der Stufe PTV3 (E-Health-Konnektor). Um die Komfortsignatur nutzen zu können, wird ein PTV4+-Konnektor empfohlen. Diesen stellen inzwischen alle drei Anbieter von Konnektoren bereit. Darüber hinaus ist zwingend ein PVS-Update notwendig, um elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen erstellen, digital versenden und ausdrucken zu können. Spielen Sie das PVS-Update aber bitte erst ein, wenn der KIM-Dienst läuft. Dabei ist zu beachten, dass mit dem Einspielen des Updates das Ausstellen der Papier-AU mit Muster 1 nicht mehr möglich ist. Ohne KIM-Dienst müssen Sie ihren Patient:innen auch für die Krankenkasse eine Papierbescheinigung ausdrucken und mitgeben.

Für die elektronische Signatur der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen benötigen Sie einen elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) der zweiten Generation. Ärztinnen und Ärzte, die am 1. Oktober noch keinen eHBA haben, können übergangsweise die SMC-B-Karte zum Unterschreiben nutzen. Eine SMC-B-Karte haben alle an die TI angeschlossenen Praxen.

Einführung in zwei Schritten

Die Einführung der eAU ist in zwei Schritten geplant. Ab 1. Oktober übermitteln Haus- und Fachärzt:innen Krankschreibungen elektronisch an die Krankenkassen. Patient:innen erhalten einen Papierausdruck für ihre Unterlagen und einen für ihren Arbeitgeber. Ab dem 1. Juli 2022 übermitteln die Krankenkassen die eAU an den Arbeitgeber. Patient:innen erhalten dann nur noch einen Papierausdruck für sich.

 

Mit besten kollegialen Grüßen, Ihre

Frank Dastych
Vorstandsvorsitzender

Dr. Eckhard Starke
stv. Vorstandsvorsitzender

zuletzt aktualisiert am: 01.09.2021

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