Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen informiert ihre Mitglieder direkt, zielgruppenspezifisch und aktuell per Rundschreiben über relevante Neuerungen rund um die vertragsärztliche und psychotherapeutische Tätigkeit.

DMP-Schulungen per Videosprechstunde

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

nach längeren Verhandlungen mit den Krankenkassen/-verbänden in Hessen haben diese zugestimmt, dass die vertraglich vereinbarten Disease-Managament-(DMP)-Schulungen per Videosprechstunde durchgeführt werden können. Sie erachten es ebenfalls als sinnvoll, trotz der COVID-19-bedingten Kontaktbeschränkung ihre Versicherten gezielt im Umgang mit ihrer bestehenden chronischen Erkrankung zu schulen. Gleichwohl ist die Kassenseite nicht bereit, den dadurch entstehenden Zusatzaufwand entsprechend zu honorieren.

Für die Abrechnungsfähigkeit der im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) für die Videosprechstunde vorgesehenen Zuschläge im Zusammenhang mit derartigen „Videoschulungen“ haben wir uns mehrfach vergeblich bei den Krankenkassen/-verbänden eingesetzt. Nach deren Auffassung handelt es sich hier um eine „coronaspezifische“ Sonderregelung ausschließlich für Schulungsmaßnahmen. Diese sei nicht mit der eigentlichen Videosprechstunde nach den Vorgaben des Bundesmantelvertrages für Ärzte vergleichbar. Wir bemühen uns weiterhin, eine bessere Regelung für Sie zu finden. Leider ist derzeit aber nicht absehbar, ob eine solche zustande kommen wird.

Insofern müssen wir Ihnen derzeit die Entscheidung überlassen, ob Sie von diesem „Angebot“ der Krankenkassen zu deren Bedingungen Gebrauch machen.

Die Durchführung der DMP-Schulungen per Videosprechstunde ist zunächst befristet bis zum 30. Juni 2020 unter folgenden Rahmenbedingungen möglich:

  • Die Schulungen sind zwingend medizinisch erforderlich und dulden, nach medizinischer Einschätzung des Arztes, keinen Aufschub.
  • Die Schulungen sind gemäß ihren Curricula dafür geeignet. Die Einschätzung darüber und die Umsetzung obliegt Ihnen als Schulungsarzt.
  • Von den vertraglich vereinbarten Gruppengrößen kann abgewichen werden.
  • Für die Durchführung ist ein von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zertifizierter Videodienstanbieter auszuwählen (siehe weitere informationen)
  • Eine rein telefonische Beratung stellt keine Schulungsmaßnahme dar.
  • Mit den bereits vertraglich vereinbarten DMP-Vergütungssätzen je Unterrichtseinheit sind alle Kosten abgegolten.
  • Bei DMP-Schulungen, die videobasiert durchgeführt werden, kann zeitgleich keine gesonderte Vergütung gemäß EBM im Rahmen der Videosprechstunde oder telefonischen Beratung abgerechnet werden.

Die Abrechnung der durchgeführten Schulungseinheiten erfolgt über die normalen vertraglich vereinbarten hessenspezifischen Gebührenordnungspositionen (GOP). Führen Sie eine Gruppenschulung durch, rechnen Sie die GOP ohne Suffix ab. Bei einer Einzelschulung ist die GOP mit einem „E“ zu versehen, bei einer Nachschulung mit einem „N“, bei einer Wiederholungsschulung mit einem „W“ und bei einer vorzeitigen Wiederholungsschulung mit einem „V“.

Falls eine Durchführung der DMP-Schulungen per Videosprechstunde über den 30. Juni 2020 hinaus möglich ist, erfahren Sie es, sobald uns diese Informationen vorliegen, über unsere Homepage.

Haben Sie Fragen?

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der info.line stehen gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Ihre Kassenärztliche Vereinigung Hessen

zuletzt aktualisiert am: 09.06.2020

An alle am DMP teilnehmenden Ärzte mit einer Schulungsgenehmigung

Ansprechpartner

info.line

Mo – Fr: 7 – 17 Uhr

Tel 069 24741-7777
Fax 069 24741-68826
info.line(at)kvhessen(.)de

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