Eine Frau lächelt in die Kamera, während sie ein Magazin in den Händen hält. © andresr

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) informiert ihre Mitglieder direkt, zielgruppenspezifisch und aktuell per Rundschreiben über relevante Neuerungen rund um die vertragsärztliche und psychotherapeutische Tätigkeit.

Neue Coronavirus-Testverordnung

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir hatten Sie bereits Anfang des Monats darüber informiert, dass wir als Vorstand der KVH mit der neuen Coronavirus-Testverordnung (TestV) in keinem Fall einverstanden sind.

Unsere Kritik gilt dabei insbesondere den Neuregelungen rund um die Bürgertests, deren Abrechnung und Dokumentation. Sie haben die Diskussion in den Medien sicherlich verfolgt. Umso größer ist unser Unverständnis dafür, dass die TestV – trotz unserer berechtigten Einwände – nun doch wie seitens des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) vorgesehen umgesetzt wird.

Wir verstehen jede einzelne und jeden einzelnen von Ihnen, der dies entweder verärgert oder mit einem ungläubigen Kopfschütteln quittiert. Gleichzeitig möchten wir Sie jedoch bitten, Ihre Kritik diesmal nicht nach Frankfurt sondern nach Berlin zu schicken. Denn – und das möchten wir hier ganz deutlich sagen – diese Entscheidung ist eine Entscheidung der Vorstände der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Vorstände einiger Länder-KVen. Uns fehlt dafür jegliches Verständnis, scheint doch mancherorts eine devote Grundhaltung gegenüber dem BMG wichtiger zu sein, als die Interessen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, also der eigenen Mitglieder, zu vertreten. Dies verwundert umso mehr, bedenkt man, dass sich die Vorstände der Länder-KVen ursprünglich in einem „Brandbrief“ gemeinsam an Bundesgesundheitsminister Professor Lauterbach gewandt haben, um ihren Unmut über die neue TestV kundzutun. Dass nicht nur wir in Hessen, sondern auch die anderen Länder die Kompetenz derer, die in Berlin für die TestV verantwortlich sind, infrage stellen bzw. gestellt haben, können Sie daraus entnehmen. Trotzdem hat man dann nur wenige Tage später der Regelung doch zugestimmt.

Fragt man nach dem Warum, heißt es dann: Es hat ja jede Ärztin und jeder Arzt die Möglichkeit und das Recht, mit dem Testen aufzuhören, wenn ihr bzw. ihm die Rahmenbedingungen nicht passen. Aber hat das tatsächlich etwas damit zu tun, die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten? Wir finden nicht und sehen daher eher ein grundsätzliches Problem. Bleibt zu hoffen, dass wir dieses nach dem KV-Superwahljahr in der neue Legislatur angehen werden.

Die Details zur neuen Testverordnung, der Abrechnung und den diversen Konstellationen können Sie der Übersicht entnehmen, die Sie über diesen Link (Login erfoderlich) erreichen können. Wie Sie sehen, ist es mittlerweile kaum noch möglich, den Überblick zu behalten.

Inwieweit Sie sich tatsächlich an den Tests beteiligen wollen, müssen Sie für sich in Ihren Praxen entscheiden.

Mit besten kollegialen Grüßen, Ihre

Frank Dastych
Vorstandsvorsitzender

Dr. med. Eckhard Starke
stv. Vorstandsvorsitzender

zuletzt aktualisiert am: 20.07.2022

An alle Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen

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Mo – Fr: 7 – 17 Uhr

Tel 069 24741-7777
Fax 069 24741-68826
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