Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen informiert ihre Mitglieder direkt, zielgruppenspezifisch und aktuell per Rundschreiben über relevante Neuerungen rund um die vertragsärztliche und psychotherapeutische Tätigkeit.   

Botoxbehandlung wird neue Leistung

Botoxbehandlung bei Blasenfunktionsstörung ab 1. Januar 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Botoxbehandlung bei bestimmten Blasenfunktionsstörungen wird zum 1. Januar 2018 als neue Leistung in den gynäkologischen und urologischen Kapiteln des EBM aufgenommen.

Neue GOP im Abschnitt 8.3 (Gynäkologie) und Abschnitt 26.3 (Urologie)

GOP
GOP
Kurzbeschreibung
Bewertung
08312
26316
Transurethrale Therapie mit Botulinumtoxin als Zuschlag zu den GOP 08311/26310 und 26311 Je vollendete 10 Minuten Höchstens fünfmal je Sitzung Höchstens 15-mal im Krankheitsfall
30,01 €* (282 Punkte)
08313
26317
Beobachtung eines Patienten im Anschluss an die transurethrale Therapie mit Botulinumtoxin als Zuschlag zu den GOP 08312/26316 Beobachtung für mindestens 30 Minuten Einmal am Behandlungstag Höchstens dreimal im Krankheitsfall
15,24 €* (143 Punkte)
40161
40161
Sachkostenpauschale bei transurethraler Therapie mit Botulinumtoxin für die eingesetzten zystoskopischen Injektionsnadeln, -kanülen oder -katheter
45,00 €

*gemäß bundeseinheitlichem Orientierungswert 2018 (10,6543 Cent)

Voraussetzung: Abrechnungsgenehmigung durch die KVH

Für die Abrechnung der neuen Leistungen benötigen Sie eine Genehmigung der KV Hessen. Voraussetzung hierfür ist der Nachweis der jährlichen Teilnahme an – von der Landesärztekammer anerkannten – Fortbildungen zur Therapie von Blasenfunktionsstörungen im Umfang von mindestens acht CME-Punkten. Zum Erhalt der Genehmigung senden Sie einfach ein kurzes Schreiben mit dem Fortbildungsnachweis an:

Antragsverfahren

Antragsverfahren

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
Fax 069 24741-68847
antragsverfahren(at)kvhessen(.)de

Das für die neuen Leistungen verwendete Botulinumtoxin-A mit dem enthaltenen Arzneimittel Botox ist für die Indikationsbereiche der idiopathisch überaktiven Blase und Harninkontinenz bei neurogener Detrusorhyperaktivität zugelassen.

Die Kosten für das zu verwendende Arzneimittel Botox trägt die Krankenkasse des Patienten. Dazu stellen Sie Ihrem Patienten ein Rezept aus, das in der Apotheke eingelöst werden kann. Alternativ können Sie das Arzneimittel beschaffen und erhalten die Kosten erstattet.

Die neuen GOP 08312 und 26316 gehen mit zehn Minuten in das Tages- und Quartalsprofil ein und die GOP 08313 bzw. 26317 mit fünf Minuten.

Wenn Sie die transurethrale Therapie mit Botulinumtoxin (GOP 08312 bzw. 26316) ansetzen, so entfällt die Prüfzeit in derselben Sitzung bei den Zystoskopien nach den GOP 08311 bzw. 26311. Bei der GOP 26310 reduziert sich die Prüfzeit um zehn Minuten, wenn die GOP 26316 in derselben Sitzung durchgeführt wird.

Die neuen Leistungen, sowie die bestehenden GOP 08311, 26310 und 26311 (Zystoskopien), die in derselben Sitzung mit den neuen Zuschlägen (GOP 08312 oder 26316) erbracht werden, sollen extrabudgetär vergütet werden.

Sie haben Fragen? Die info.line der KVH hilft gerne weiter!

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Kassenärztliche Vereinigung Hessen

zuletzt aktualisiert am: 02.01.2018

Rundschreiben

an alle Gynäkologen und Urologen der KV Hessen

Ansprechpartner

info.line

Mo – Fr: 7 – 17 Uhr

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-7777
Fax 069 24741-68826
info.line(at)kvhessen(.)de

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