Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) informiert ihre Mitglieder direkt, zielgruppenspezifisch und aktuell per Rundschreiben über relevante Neuerungen rund um die vertragsärztliche und psychotherapeutische Tätigkeit.

Neue Vereinbarung zu AOP-Begleitleistungen

Sehr geehrte Frau Kollegin,
sehr geehrter Herr Kollege,

nach Kündigung der „Vereinbarung über die Definition abrechenbarer Begleitleistungen im Zusammenhang mit ambulanten Operationen (AOP) im Rahmen des Honorarvertrages gem. § 87 a bis § 87c SGB V“ vom 12. April 2010 durch die Krankenkassenverbände haben sich die Vertragspartner nach langen Verhandlungen auf eine Anschlussregelung für die Zeit ab 1. Juli 2020 geeinigt: Vereinbarung inklusive der für Ihren Praxisalltag relevante Anlage der ausgeschlossenen EBM-Leistungen.

Die Vereinbarung und wie Sie bei der Abrechnung vorgehen

In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zwischen KVH und Vertretern der Krankenkassenverbände haben wir die bisherigen AOP-Begleitleistungen diskutiert und im Zusammenhang mit der ambulant erbrachten, operativen Leistung anhand der unterschiedlichen Fallkonstellationen bewertet.

Da wir ärztlichen Rat, mitunter aus Ihrem Berufsverband, hinzuziehen konnten, war es den Vertragspartnern möglich, sich auf einen Ausschlusskatalog („Negativkatalog“) der AOP-Begleitleistungen zu verständigen.

Besagter Ausschlusskatalog bildet nun die EBM-Leistungen ab, die nicht als Begleitleistungen im Zusammenhang mit im Leistungskatalog nach § 115b SGB V aufgeführten und nach Maßgabe der jeweils gültigen Honorarverträge außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (mGV) zu honorierenden ambulant durchführbaren Operationen und stationsersetzenden Eingriffen angesehen werden.

Die Kennzeichnung der Behandlungsscheine erfolgt nach wie vor mittels der GOP 88115 zur Kennzeichnung „ambulantes Operieren“ nach §115b SGB V.

Die in der Anlage aufgeführten „Nicht-Begleitleistungen“ werden weiterhin honoriert, nur eben nicht außerhalb der mGV. Außerdem ist vertraglich fixiert worden, dass die arztgruppenspezifische Grundpauschale außerhalb der mGV nur dann berechnungsfähig ist, sofern sie im direkten Zusammenhang mit einer ambulanten Operation erfolgt.

Ein Blick in die Anlage verdeutlicht Ihnen, dass die KVH sich im Sinne ihrer ambulant operierenden Ärzte zwar verhandlungsoffen gegenüber den Krankenkassen gezeigt hat, im Ergebnis aber ausschließlich diejenigen EBM-Leistungen in den Negativkatalog einflossen, die wir inhaltlich und argumentativ für Sie vertreten konnten.

Mit besten kollegialen Grüßen, Ihre

Frank Dastych
Vorstandsvorsitzender

Dr. med. Eckhard Starke
stv. Vorstandsvorsitzender

zuletzt aktualisiert am: 18.09.2020

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