Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen informiert ihre Mitglieder direkt, zielgruppenspezifisch und aktuell per Rundschreiben über relevante Neuerungen rund um die vertragsärztliche und psychotherapeutische Tätigkeit.   

ÄBD: Privatärzte einbezogen

Einbeziehung der Privatärzte in den Ärztlichen Bereitschaftsdienst der KVH

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Sicherung der ärztlichen Versorgung ist ein zentrales Anliegen sowohl der ärztlichen Körperschaften in Hessen als auch der Landespolitik. Dabei gilt es, ein angemessenes Versorgungslevel zu finden, das die Ansprüche der Versicherten genauso berücksichtigt wie die der Ärzte, die sie versorgen sollen. Denn auch in Hessen nimmt der Ärztemangel zu. Dies ist nicht nur ein diffuses Gefühl, das durch verstärkte Medienberichterstattung erzeugt wird, sondern harter Fakt. Bereits jetzt gibt es beispielswiese über 187 freie Hausarztsitze, bis zum Jahr 2030 ist mit einem weiter steigenden Nachbesetzungsdarf zu rechnen. Gleiches gilt für die Situation in vielen Kliniken, auch hier wird es immer schwieriger, frei werdende Stellen nachzubesetzen.

Angesichts dieser Analyse haben Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) und Landesärztekammer Hessen (LÄKH) in Abstimmung mit dem Hessischen Sozialministerium wichtige Änderungen beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) vorgenommen.

Mit der Änderung des Paragrafen 23 des Hessischen Heilberufsgesetzes vor einiger Zeit hat das Land Hessen die gesetzliche Grundlage geschaffen, die privatärztlich tätigen Ärzte in den ÄBD mit einzubeziehen. Nachgeordnet haben die LÄKH sowie die KVH hre Berufsordnung bzw. ihre Bereitschaftsdienstordnung geändert.

Damit sind nun alle rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, damit die Privatärzte – wie aktuell geplant – zum 1. Juli 2019 in den ÄBD mit einbezogen werden können.

Über detaillierte Informationen zum weiteren Prozedere, zu möglichen Befreiungsgründen, zur Altersgrenze und zu den finanziellen Rahmenbedingungen wird Sie die KVH demnächst in einem gesonderten Schreiben informieren.

Land, Kammer und KVH ist bewusst, dass diese Entscheidung nicht nur auf Zustimmung treffen wird. Sie ist aus unserer Sicht jedoch notwendig und unumgänglich. Wir hoffen deshalb zumindest auf Ihr Verständnis im Sinne einer vernünftigen Versorgung der Versicherten zu sprechstundenfreien Zeiten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Eckhard Starke, stv. Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen

Dr. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen

zuletzt aktualisiert am: 20.03.2019

Rundschreiben

an die privatärztlich tätigen Ärzte in Hessen

Ansprechpartner

info.line

Mo – Fr: 7 – 17 Uhr

Tel 069 24741-7777
Fax 069 24741-68826
info.line(at)kvhessen(.)de

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