Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen informiert ihre Mitglieder direkt, zielgruppenspezifisch und aktuell per Rundschreiben über relevante Neuerungen rund um die vertragsärztliche und psychotherapeutische Tätigkeit.

Coronavirus: Abschlagszahlung, Webshop & Masken

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

uns erreichen derzeit immer wieder Anfragen besorgter Kolleginnen und Kollegen, die sich um die Höhe der Abschlags- und Restzahlungen Gedanken machen. Deshalb möchten wir hier noch einmal ein paar grundsätzliche Worte zur Systematik der Honorarzahlungen verlieren: als Mitglied der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) erhalten Sie monatlich eine Abschlagszahlung in Höhe von 27,5 Prozent des Nettohonorars der letzten vier Quartale Ihrer aktuellen Betriebsstättennummer (BSNR). In den Monaten Januar, April, Juli und Oktober erhalten Sie zudem die Restzahlung, mit der die Abrechnung des Vorquartals jeweils endet. Wegen der zahlreichen Fragen: wir werden momentan die Abschlagszahlungen für die Praxen nicht aufgrund der Coronakrise anpassen, die Gefahr einer Überzahlung sehen wir trotz möglicherweise sinkender Fallzahlen in einzelnen Praxen derzeit als gering an. Bitte vertrauen Sie an dieser Stelle auf die Expertise Ihrer KVH!

Webshop: Bitte bestellen Sie nur, was Sie unbedingt benötigen

Unser Webshop kommt sehr bei Ihnen an, das freut uns. Allerdings müssen wir unsere Bitte, mit den Bestellungen maßzuhalten, noch einmal präzisieren. Hätten wir die ersten 50 Bestellungen so bedient, wie sie bei uns eingegangen sind, hätten wir unseren Shop direkt schließen können. Im Ergebnis müssen wir nun jede Bestellung mühsam plausibilisieren, was den Prozess naturgemäß nicht beschleunigt.

Deshalb noch einmal unser dringender Appell und unsere Bitte: Bitte passen Sie Ihre Bestellmengen der schwierigen Versorgungssituation an.

Wer kann Masken sterilisieren?

Zurzeit wird auf politischer Ebene auch die Frage diskutiert, inwiefern FFP-2, FFP-3 und MNS-Masken nach entsprechender Dekontamination wiederverwendet werden können. Eine abschließende Entscheidung, ob es eine entsprechende Empfehlung geben wird, steht derzeit noch aus. Zuständig für die Entscheidung ist der Krisenstab der Bundesregierung und wir werden Sie zeitnah über das Ergebnis informieren.

Aus unserer Sicht ist es aber schon jetzt sinnvoll, bei Ihnen abzufragen, ob Sie über Sterisilsierungsmöglichkeiten verfügen (trockene Hitze, 30 Minuten bei 65-70 Grad Celsius), um einen solchen Prozess durchzuführen. Falls dies bei Ihnen möglich ist, schreiben Sie uns bitte ab dem 3. April 2020 an corona-steri(at)kvhessen(.)de. Bitte geben Sie unbedingt Ihre BSNR an.

Besten Dank für Ihre Unterstützung!

U-Untersuchungen/Schwangerschaftsabbrüche

Kinderfrüherkennungsuntersuchungen ab der U6 sind jetzt auch durchführbar und abrechenbar, wenn die vorgegebenen Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten überschritten sind. Diese Ausnahmeregelung gilt bis zum 30. September 2020. Auch für den mit der AOK Hessen geschlossenen Vertrag zu den erweiterten Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen wurden die entsprechende Ausnahme-Regelungen bis zum 30. September 2020 übernommen. Der mit der AOK Hessen geschlossene Vertrag umfasst allerdings nur die U10, U11 und die J2.

Zur Klarstellung und wegen einiger Nachfragen haben wir eine verbindliche Auskunft des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) eingeholt: Schwangerschaftsabbrüche können wie bisher durchgeführt werden.


Mit besten kollegialen Grüßen, Ihre

Frank Dastych
Vorstandsvorsitzender

Dr. med. Eckhard Starke
stv. Vorstandsvorsitzender

zuletzt aktualisiert am: 02.04.2020

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Mo – Fr: 7 – 17 Uhr

Tel 069 24741-7777
Fax 069 24741-68826
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