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KVH fordert GKV-Spitzenverband zu Kurswechsel auf

Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) fordert den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) eindringlich zu einem Kurswechsel auf. In einer am 29. Mai 2021 einstimmig verabschiedeten Resolution fordern die Vertreter, dass die Kündigung der Rahmenvorgaben für die Wirtschaftlichkeitsprüfung durch die GKV zurückgenommen werden müsse. Es sei ein Tiefschlag für die Niedergelassenen, dass entgegen der gesetzlichen Vorgaben die Krankenkassen nun wieder mit einem Prüfzeitraum von vier Jahren drohten.

Die Resolution im Wortlaut: „Die Vertreterversammlung der KVH fordert den GKV-Spitzenverband auf, die unbegründete Kündigung zurückzunehmen und sich an die gesetzlichen Regelungen zu halten.

Am 25. März.2021 wurden die Rahmenvorgaben für die Wirtschaftlichkeitsprüfung ärztlich verordneter Leistungen durch den GKV-Spitzenverband nach nur einem Jahr unvermittelt und unbegründet gekündigt. Diese Vorgehensweise stellt die Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit von Kassenvertretern in Frage.

Die Verordnung von Medikamenten und anderen medizinischen Maßnahmen stellt eine wesentliche Säule bei der Behandlung von Patienten dar. Sie ist jedoch mit zunehmend zeitaufwändigen bürokratischen Hindernissen verbunden. Gerade jetzt, wo Ärzte durch die Versorgung von Corona-Patienten und die Corona-Impfungen ohnehin schwer belastet sind, stellen verschärfte Wirtschaftlichkeitsprüfungen, die zudem nicht dem Gesetzestext entsprechen, eine Behinderung der Patientenversorgung dar.

Angesichts immer größerer Probleme, überhaupt noch Nachwuchs für die niedergelassene Tätigkeit zu gewinnen, wäre anstelle der nun erfolgten Androhung verschärfter Wirtschaftlichkeitsprüfungen deren komplette Abschaffung angesagt.

Ganz offensichtlich ist man seitens des GKV-Spitzenverbands an einer gedeihlichen Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten wenig interessiert. Statt Dankbarkeit für die enormen Anstrengungen des letzten Jahres zu beweisen, erfolgte ein derartiger Tiefschlag. In keinem anderen Land der Welt haften Ärzte persönlich für die Kosten medizinischer Versorgung. Wir fordern den GKV-Spitzenverband auf, diese Kündigung sofort zurückzunehmen.“

zuletzt aktualisiert am: 01.06.2021

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Karl Matthias Roth

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
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