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Hausbesuche: unverschämt, realitätsfern

Erweiterter Bewertungsausschuss verzögert längst überfällige Höherbewertung von Hausbesuchen weiter

Mit Empörung haben die Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH), Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, auf die Weigerung des Erweiterten Bewertungsausschusses reagiert, die seit Längerem anstehende Höherbewertung von Hausbesuchen nun endlich anzugehen.

Schaut man sich die aktuelle Vergütung eines Hausbesuchs an, die mit 23,29 Euro erschreckend niedrig ausfällt, liegt der dringende Handlungsbedarf auf der Hand.

Doch die Spitzenvertretung der Gesetzlichen Krankenkassen und der Erweiterte Bundesausschuss stellen sich im Verbund quer und verhindern damit die dringend notwendige Höherbewertung, obwohl diese Frage schon seit Jahren diskutiert und ganz oben auf der Agenda steht.

Schlag ins Gesicht für Patienten und Ärzte

Die Begründung, dies erneut zu verschieben, lautet schlicht: Corona. „Die Haltung von Krankenkassenvertretern und Erweitertem Bundesausschuss ist ein Schlag ins Gesicht der Patienten und Ärzte gleichermaßen. Sie ist unverschämt, realitätsfern und ein Hohn für diejenigen, die noch Hausbesuche machen und damit die Verantwortung für ihre Patienten in besonderer Weise wahrnehmen.

Dass nun auch die neutralen Mitglieder des Erweiterten Bewertungsausschusses jedwede Reform zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in Deutschland inzwischen dem Sparzwang nach der Coronakrise opfern und sich eindeutig auf Seiten des Spitzenverbandes der Krankenkassen stellen, ist gelinde gesagt erschreckend.

Das Signal, das die Verantwortlichen an dieser Stelle aussenden, ist fatal und bestens geeignet, prekäre Versorgungsstrukturen, zum Beispiel auf dem Land, weiter zu verschärfen.

zuletzt aktualisiert am: 12.06.2020

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