Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen informiert Medienvertreter direkt und aktuell über relevante Neuigkeiten rund um die ambulante Versorgung in Hessen – durch Pressemitteilungen und -konferenzen.

TSS und ÄBD: 116117 wird zur Service-Drehscheibe

Ab dem 1. Januar 2020 werden in Hessen über die bundesweit geltende Rufnummer 116117 auch Termine bei Haus- und Fachärzten sowie Psychotherapeuten vermittelt. Damit wird das Vermittlungsangebot der Terminservicestelle (TSS) der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) mit dem Patientenservice im Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) zusammengeführt. Die KVH setzt damit eine Anforderung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) fristgerecht um.

„Die fehlende Patientensteuerung ist eins der Kernprobleme im Gesundheitswesen. Insofern ist es gut, dass wir die 116117 nun zu einer Plattform für die Patientensteuerung ausbauen.

Unter dieser Nummer können die Patienten nun sowohl den ÄBD erreichen als auch einen Termin bei einem Haus- oder Facharzt und Psychotherapeuten vereinbaren“, erklärten die Vorstandsvorsitzenden der KVH, Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, am 18. Dezember 2019 in Frankfurt.

Wer ab 1. Januar 2020 die 116117 wählt, kann zunächst über ein Sprachdialogsystem auswählen, ob er akut erkrankt ist und deshalb medizinische Hilfe benötigt oder ob er einen Termin vermittelt haben möchte. Ebenfalls neu ab 1. Januar wird der Einsatz des Standardisierten medizinischen Ersteinschätzungsverfahrens (in Deutschland), kurz SmED, sein, das die KVH schon seit einigen Monaten erfolgreich erprobt hat. Damit sollen die beiden wichtigsten Fragen, nämlich „Wie dringend ist die Behandlung?“ und „Wo muss die Behandlung stattfinden?“, schneller und standardisiert mit Hilfe des Unterstützungssystems SmED beantwortet werden. SmED ist ein Medizinprodukt, das ursprünglich in der Schweiz entwickelt wurde und das nur von entsprechend qualifiziertem Personal mit dem notwendigen medizinischen Fachwissen angewendet wird.

„SmED wird unser medizinisches Fachpersonal noch besser als bisher dabei unterstützen, rund um die Uhr die Dringlichkeit der Beschwerden einzuschätzen und die Patienten einer angemessenen medizinischen Versorgung zuzuführen.

Dadurch, dass wir unsere Mitglieder gebeten haben, uns auch Akuttermine zu melden, sind wir in der Lage, die Patienten auch so zu vermitteln, dass diese noch am gleichen Tag einen Arzt aufsuchen können, sofern der Bedarf besteht. Damit ist der Besuch einer Notfallambulanz einer Klinik mit vergleichsweise weniger ernsten Erkrankungen noch unnötiger als bisher ohnehin schon“, so die Vorsitzenden weiter.

Wie von Bundesgesundheitsminister Spahn gefordert, wird der Patientenservice unter der 116117 rund um die Uhr, 24/7 zur Verfügung stehen. „Allerdings halten wir es nicht für sinnvoll, tatsächlich auch nachts einen Arzttermin zu vereinbaren, der nicht dringend ist. Solche nachts geäußerten Terminwünsche werden wir aufnehmen und tagsüber bearbeiten lassen, um nachts für diejenigen bereit zu sein, die dringend medizinische Hilfe benötigen.“

zuletzt aktualisiert am: 18.12.2019

Ansprechpartner

Karl Matthias Roth

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Stabsstelle Kommunikation
Pressesprecher

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

karl.roth(at)kvhessen(.)de

Ansprechpartner

Alexander Kowalski

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Stabsstelle Kommunikation
stv. Pressesprecher

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

alexander.kowalski(at)kvhessen(.)de

Ihre Downloads ()

Ihre gesammelten Downloads können Sie jetzt komfortabel mit einem Klick herunterladen.

Alle herunterladen