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Sprechstunden: Kritik an Forderungen

Harsche Kritik an Forderungen von Patientenvertretern: „Keine Spitzel-Methoden in den Praxen!“

Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) hat heute die Forderungen der Stiftung Deutscher Patientenschutz scharf kritisiert. Deren Vorstand Eugen Brysch hatte am Wochenende gefordert, die Erhöhung der Sprechstundenzeiten von 20 auf 25 Stunden, wie es der Entwurf des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) aktuell vorsieht, müsse durch den Gesetzgeber „engmaschig“ kontrolliert werden.

Dazu Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke: „Leider nimmt der Wahnsinn kein Ende und macht auch vor Patientenvertretern nicht mehr halt. Denn mit solchen Forderungen senden wir fatale Signale an die jungen Kolleginnen und Kollegen, die mit dem Gedanken an eine Niederlassung spielen.

Niemand, der noch einigermaßen bei Trost ist, wird sich doch freiwillig in ein System begeben, das neben nicht immer angemessener Vergütung, Bürokratiewahnsinn und Fließbandmedizin bald noch mit Kontrollen ‚lockt‘, die jedem Überwachungsstaat alle Ehre machen würden?

Wie hätten es die Patientenvertreter denn gern? Wie wäre es zum Beispiel mit einer elektronischen Fußfessel oder einem Politkommissar in den Praxen, der alles kontrolliert? Doch Spaß beiseite, denn zum Lachen ist uns und unseren Kolleginnen und Kollegen schon lange nicht mehr: Politik und Gesellschaft haben einen Weg eingeschlagen, an dessen Ende eine gefährliche Mixtur aus Staatsmedizin und ausschließlicher Patientenorientierung stehen könnte. Wo ist in einem solchen Konstrukt noch Platz für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten und wer soll in einem solchen System freiwillig arbeiten wollen?“

zuletzt aktualisiert am: 14.01.2019

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