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Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) informiert Medienvertreter direkt und aktuell über relevante Neuigkeiten rund um die ambulante Versorgung in Hessen – durch Pressemitteilungen und -konferenzen.

Hessen boostert mit Moderna

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) weist auf die Wichtigkeit von Boosterimpfungen gegen SARS-CoV-2 hin. Die Vorstandsvorsitzenden der KVH, Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, sagten dazu heute in Frankfurt:

„Die Auffrischungsimpfung ist das Gebot der Stunde. Sie ist mit Abstand das wirkungsvollste Instrument, um sich individuell gegen das Coronavirus zu schützen. Wie wir inzwischen wissen, lässt die Schutzwirkung einer Impfung gegen SARS-CoV-2 je nach Alter, Vorerkrankungen und verwendetem Impfstoff unterschiedlich schnell nach. Daher müssen wir insbesondere Menschen über 60 Jahre mit chronischen Grunderkrankungen oder auch Personen, die mit den Impfstoffen von Johnson & Johnson oder AstraZeneca geimpft wurden, schnellstmöglich boostern. Diese Boosterungen werden wir in den hessischen Haus- und Facharztpraxen in den kommenden Wochen durchführen. Leider herrscht durch die unerwarteten Lieferschwierigkeiten beim Impfstoff von BioNTech derzeit Verunsicherung darüber, mit welchem Impfstoff die Auffrischung erfolgen soll.

Es galt und gilt: Auffrischungsimpfungen sollen mit den mRNA-Impfstoffen von BioNTech und Moderna erfolgen. Und diese sind immunologisch vollkommen gleichwertig.

Irreführende Aussagen über das Verfallsdatum von Lagerbeständen des Impfstoffs von Moderna oder ein Vergleich der beiden Impfstoffe mit Premiumherstellern aus der Automobilindustrie sind in diesem Zusammenhang im Übrigen wenig hilfreich.

Gerne möchten wir kurz erklären, warum in den Praxen bisher kaum Impfstoff von Moderna verimpft wurde: Zunächst wurde der Impfstoff gar nicht an die Praxen ausgeliefert. Und dann ist dieser Impfstoff – obwohl die Ärztinnen und Ärzte ihn gerne verimpft hätten – für Praxen nur bedingt tauglich, da er nur in Zehnerdosen lieferbar ist. Aufgrund seiner sehr sensiblen Handhabung ist er ferner für Hausbesuche kaum geeignet. Diese vermeintlich banalen Rahmenbedingungen sorgen dafür, dass sich der Impfstoff nur schwierig in der Organisation einer Praxis einsetzen lässt. Unabhängig davon sind wir von der Wirksamkeit unbedingt überzeugt und vollkommen unbesorgt darüber, dass der Großteil der Auffrischungen nun mit diesem Impfstoff gemacht wird. Natürlich wissen wir, dass es – bedingt durch die höhere Dosierung bei Moderna – bei jungen Männern zu einer Herzmuskelentzündung als Nebenwirkung kommen kann. Dieses sehr geringe Risiko hat aber nichts mit der bisher zurückhaltenden Verwendung in den Praxen zu tun. Außerdem werden wir dort, wo ausschließlich BioNTech empfohlen ist – bei jungen Männern und demnächst auch Kindern – natürlich BioNTech verwenden.

Zu guter Letzt appellieren wir an die Bürgerinnen und Bürger, sich nicht von den mehr als unglücklichen Aussagen des geschäftsführenden Bundesgesundheitsministers verunsichern zu lassen und stattdessen ihren niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zu vertrauen. So wie sie sich während der gesamten Pandemie auf ihre Ärztin oder Ihren Arzt verlassen konnten.

Allen bisher Ungeimpften möchten wir abschließend sagen: Gehen Sie zur Impfung! Und haben Sie bitte Verständnis dafür, dass eine Terminvereinbarung zur Impfung aufgrund der Eigenschaften und Lieferbedingungen der Impfstoffe unvermeidbar ist.

zuletzt aktualisiert am: 23.11.2021

Ansprechpartner

Karl Matthias Roth

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Stabsstelle Kommunikation
Pressesprecher

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

karl.roth(at)kvhessen(.)de

Ansprechpartner

Alexander Kowalski

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Stabsstelle Kommunikation
stv. Pressesprecher

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

alexander.kowalski(at)kvhessen(.)de

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