Ein Mann bedient eine professionelle Kamera. Im Bildschirm der Kamera ist eine Pressekonferenz zu sehen.

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) informiert Medienvertreter direkt und aktuell über relevante Neuigkeiten rund um die ambulante Versorgung in Hessen – durch Pressemitteilungen und -konferenzen.

Aufhebung der Priorisierung ohne zusätzlichen Impfstoff

Mit großer Sorge sieht die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) dem formalen Ende der Impfpriorisierung ohne wesentlich mehr Impfstoff ab dem 7. Juni 2021 entgegen. Theoretisch kann jeder Impfwillige über 18 Jahren ab 7. Juni in den Praxen der niedergelassenen Haus- und Fachärzte geimpft werden. Doch dieses Angebot bleibt Theorie, so lange so wenig Impfstoff zur Verfügung steht wie bisher.

KVH-Chef Frank Dastych appelliert an das Verständnis der Bürger:

„Schon ohne Aufhebung der Priorisierung ist die Lage in den Praxen problematisch, was nicht daran liegt, dass die Praxen es organisatorisch nicht hinbekämen, sondern weil die Politik das Problem der Impfbestellungen und regelmäßiger, planbarer Lieferungen nicht gelöst bekommt. Nun wird das Problem endgültig den Praxen in die Schuhe geschoben. Denn durch die Aufhebung kommt auch nicht eine einzige Impfdosis mehr nach Hessen.

Die Mengen reichen hinten und vorne nicht, um den Menschen tatsächlich das von Herrn Spahn versprochene Impfangebot machen zu können. Und so sehr wir grundsätzlich eine Aufhebung der Priorisierung begrüßen, so sehr wird sie angesichts der geringen Mengen zum PR-Gag und es bleibt rätselhaft, was die Politik damit bezweckt.

Wir bitten die Menschen um Geduld und Verständnis dafür, dass nicht die Praxen den Impfstoffmangel zu verantworten haben, sie müssen ihn nun aber leider ausbaden. Angeblich sollen ja dieses Mal, jetzt aber wirklich, im Juni oder Juli oder vielleicht auch erst im August, deutlich mehr Impfstoffe geliefert werden. Um allen Menschen in den Praxen ein einigermaßen zeitnahes Angebot machen zu können, ist es unverzichtbar, das durch die mangelhafte Belieferung ausgelöste Termin- und Organisationschaos endlich zu beenden. Damit flächendeckend geimpft werden kann, benötigen wir bundesweit verlässlich rund 10 Millionen Impfdosen pro Woche und damit rund 750.000 Dosen für Hessen. Diese können dann auch gerne zusammen mit gezielten Impfaktionen, gegebenenfalls auch von den Impfzentren, verimpft werden.“

zuletzt aktualisiert am: 02.06.2021

Ansprechpartner

Karl Matthias Roth

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
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Tel 069 247416995
karl.roth(at)kvhessen(.)de

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Kassenärztliche Vereinigung Hessen
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