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Anruflast bei hessischer 116117 steigt weiter

Auch bei den Mitarbeitenden der Nummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes (116117) in Hessen laufen mittlerweile die Telefone heiß: In der vergangenen Woche wurde mit über 41.000 Anrufen ein neuer Höchststand für die vergangenen sieben Monate erreicht. Bei über 35.000 davon ging es um Anfragen zum Bereitschaftsdienst und um Corona.

Die Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH), Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, sehen diese Entwicklung mit Sorge.

Zwar sei die Erreichbarkeit mit 85 Prozent noch immer sehr hoch, doch angesichts steigender Anrufzahlen sei eine Verschlechterung eine Frage der Zeit: „Es rächt sich nun, dass unsere Nummer noch immer vergleichsweise gut erreichbar ist und es ist klar, dass die Menschen vermehrt dort anrufen, wo sie noch jemanden erreichen können. Doch dies wird sich schon bald ändern, das ist genauso mathematische Gewissheit wie wir sie gerade bei der Steigerung der Infektionszahlen erleben.

Wichtig ist deshalb, dass die 116117 nur angerufen wird, wenn wirklicher Bedarf besteht. Und die Mitarbeitenden dort können auch keine Testergebnisse von Coronatests weitergeben. Wer also dort nun anruft, weil er beim Gesundheitsamt niemanden erreicht, trägt leider mit dazu bei, dass die Erreichbarkeit abnimmt.

In Zusammenhang mit der Pandemie ist die 116117 „nur“ dazu da, Patienten zu beraten und nach vordefinierten Fragen zu ermitteln, ob und wo ein Test durchgeführt werden sollte.“ Trotz der insgesamt guten Erreichbarkeit könne es in Anruf-Peaks zu längeren Wartezeiten kommen, beispielsweise montags, freitags und am Wochenende. Auch um die Mittagszeit steigt die Zahl der Anrufe für gewöhnlich. „Wer irgend kann, sollte versuchen, diese Zeitslots mit hohem Anrufaufkommen zu umgehen. Und generell gilt nun noch mehr als zuvor: Wir müssen verantwortlich mit den Ressourcen im Gesundheitswesen umgehen.“

zuletzt aktualisiert am: 04.11.2020

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