Aus- und Weiterbildung ist wichtig, auch für Vertragsärzte und -psychotherapeuten in Hessen. Deshalb darf nicht jeder einfach weiterbilden, sondern muss dafür die entsprechenden Genehmigungen vorweisen.

Genehmigung zur Aus- und Weiterbildung

Vertragsärzte in Hessen, die einen Assistenten zur Erlangung der deutschen Approbation beschäftigen möchten, müssen sich das von der KVH genehmigen lassen.

Den Antrag für diese Genehmigung müssen Sie stellen, bevor der Assistenten seine Tätigkeit bei Ihnen aufnimmt.

Vertragsärzte in Hessen, die einen Ausbildungsassistenten (Psychotherapeut in Ausbildung) in einer psychotherapeutischen Praxis beschäftigen möchten, müssen sich das von der KVH genehmigen lassen.

Den Antrag für diese Genehmigung müssen Sie stellen, bevor der Ausbildungsassistenten seine Tätigkeit bei Ihnen aufnimmt.

Ein Ausbildungsassistent in der psychologischen Praxis ist nicht genehmigungspflichtig, wenn er einen Einblick in die praktische Tätigkeit und in die Vielfalt der Behandlungsmöglichkeiten erhalten soll, also dem Praxisinhaber über die Schulter schaut und grundsätzlich keine eigenen Fälle behandelt (er kann zum Beispiel Teile der Anamnese übernehmen und Testungen).

AiW weiterbilden: Befugnis beantragen

Prinzipiell dürfen Kliniken und Praxen Ärzte weiterbilden. Fachärzte in Hessen beantragen zunächst ihre Befugnis zur Weiterbildung bei der Landesärztekammer Hessen (LÄKH). Für diese Unterlagen benötigen sie auch eine Bescheinigung der KVH, die beispielsweise ihren Vertragsarztsitz bestätigt. Diese Bescheinigung können Mitglieder der KVH bei Ihrem BeratungsCenter anfordern.

Gemäß der Richtlinie über die Befugnis zur Weiterbildung müssen sie mindestens drei Jahre in der Allgemeinmedizin, Arbeitsmedizin, Physikalischen und Rehabilitativen Medizin, Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie oder Transfusionmedizin tätig sein, um weiterbilden zu dürfen (sogenannte Stehzeit, siehe § 5 Absatz 2 der Weiterbildungsordnung). In allen weiteren Fachgebieten beträgt die Stehzeit grundsätzlich vier Jahre.

Unabhängig von der dreijährigen Stehzeit dürfen niedergelassene Ärzte grundsätzlich erst nach zwei Jahren ambulanter Tätigkeit weiterbilden.

Das Antragsformular, die Richtlinie zur Befugnis zur Weiterbildung und die Weiterbildungsordnung finden Sie auf der Website der LÄKH. Die Voraussetzungen, die Sie erfüllen müssen, um sich weiterbilden zu dürfen, sind im Antrag zusammengefasst.

AiW anstellen: Genehmigung einholen

Wenn ein Arzt in Hessen von der LÄKH zur Weiterbildung befugt ist und einen Arzt in Weiterbildung anstellen möchte, muss er sich die Anstellung des AiW nur noch von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) genehmigen lassen.

Ablauf: AiW beschäftigen

5.	Läuft die Genehmigung aus, kann sofern erforderlich ein Antrag auf Verlängerung bei der KVH gestellt werden. Auch ein vorzeitiges Ende der Beschäftigung ist der KVH durch das Vorlegen entweder der Kündigung, der Facharzturkunde oder des Nachweises über Mutterschutz und Elternzeit zu melden.
Während der Dauer der Beschäftigung sind Gehaltsnachweise des Arztes in Weiterbildung und eventuelle Krankheitstage bei der KVH einzureichen.
Erstens: Arztin Weiterbildung / Weiterbildungspraxis suchen: Die Koordinierungsstelle Weiterbildung Allgemeinmedizin und deren Jobbörse unterstützen bei der Stellenvermittlung. Falls der potenziellen Weiterbildungspraxis noch keine Weiterbildungsbefugnis erteilt wurde, sollte diese zunächst bei der Landesärztekammer Hessen beantragt werden. Zweitens: Ist das Weiterbildungsgebiet förderfähig, muss spätestens circa acht Wochen vor Beginn der Tätigkeit ein Antrag auf Vorwegentscheid vom Arzt in Weiterbildung bei der Landesärztekammer Hessen gestellt werden. Drittens: Spätestens zwei Wochen vor Beginn der Tätigkeit sollte der vollständige Antrag auf Genehmigung mit den dazugehörigen Unterlagen bei der KVH eingereicht werden.

Win-win-win: Weiterbildungsverbund gründen

Ärzte in Weiterbildung (ÄiW), die sich für die Weiterbildung entschieden haben, müssen die erforderlichen Weiterbildungsabschnitte in Kliniken und Praxen selbst organisieren. Um den ÄiW diese Arbeit zu erleichtern und die verschiedenen Abschnitte der Weiterbildung aus einer Hand anzubieten, können sich Kliniken und niedergelassene Fachärzte für Allgemeinmedizin oder anderer Fachrichtungen zu einem regionalen Weiterbildungsverbund zusammenschließen.

Die KVH unterstützt die Gründung von Weiterbildungsverbünden. Durch Informationsveranstaltungen und Beratung führen wir Initiatoren aus dem stationären und niedergelassenen Bereich zusammen. Außerdem stellen wir Musterdokumente wie Kooperationsvertrag und Checklisten zur Verfügung. Sollten Sie Interesse haben, einen Weiterbildungsverbund zu gründen, melden Sie sich bei uns.

zuletzt aktualisiert am: 22.10.2018

Förderung & Jobbörse

Die Kassenärztliche Vereinigung fördert ihre Mitglieder – unter anderem bei der Weiterbildung. Zu dem Beratungsangebot gehört auch die Jobbörse für Fachärzte sowie die Jobbörse für Allgemeinmediziner.

Zusätzlich unterstützt die Koordinierungsstelle Weiterbildung Allgemeinmedizin, um die Allgemeinmedizin in Hessen zu stärken.

Ansprechpartner

Weiterbildung Fachärzte

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-6125
Fax 069 24741-68845
info.facharzt(at)kvhessen(.)de

Ansprechpartner

Genehmigung Weiterbildung

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-6683
Fax 069 24741-68844
genehmigung.weiterbildung(at)kvhessen(.)de

Ansprechpartner

Landesärztekammer Hessen

Im Vogelsgesang 3
60488 Frankfurt am Main

Tel 069 976720
https://www.laekh.de/

Ihre Downloads ()

Ihre gesammelten Downloads können Sie jetzt komfortabel mit einem Klick herunterladen.

Alle herunterladen