Die Bundesregierung hat mit dem Versorgungsstärkungsgesetz festgelegt, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen in Deutschland regional Terminservicestellen (TSS) einrichten müssen, um Patienten mit dringender Überweisung innerhalb von vier Wochen einen Termin beim Facharzt zu vermitteln. Dafür müssen Vertragsärzte und -psychotherapeuten in Hessen freie Termine an den eTerminservice melden.

TSS für Praxen: Termine melden ganz einfach

Rund um die TSS gibt es für Praxen einiges zu beachten:

  • Folgende Termine müssen sie in der eTerminservicestelle melden: Mindestens ein bis zwei Termine pro Arzt und Woche, bei Psychotherapeuten 50 Minuten Sprechstunde pro Woche, 50 Minuten Akutbehandlung pro Quartal.
     
  • Terminmangel kann teuer werden: Gelingt es nicht, fristgerecht Termine an die Patienten zu vermitteln, verlangt der Gesetzgeber die ambulante Versorgung durch das Krankenhaus, bezahlt vom Honorar der niedergelassenen Fachärzte.
     
  • Patienten, die über die TSS in die Praxis kommen, sind wie alle Patienten zu behandeln und werden gleichermaßen honoriert (keine extrabudgetäre Vergütung).
     
  • Rückmeldung über Termine, die unsere TSS an Patienten vergeben hat, erhalten Praxen automatisiert aus der Software eTerminservice. Praxen sollten deshalb in ihrem Praxisprofil unbedingt einen Benachrichtigungskanal (E-Mail oder Fax) angeben.

Sofern gemeldete Termine fünf Werktage vor Ablauf des Termins nicht vermittelt wurden, stehen diese den Praxen wieder automatisch zur freien Planung zur Verfügung. 

Im Januar 2016 haben die Kassenärztlichen Vereinigungen in Deutschland regional so genannte Terminservicestellen eingerichtet. Sie sollen Patienten mit einer dringenden Überweisung innerhalb von vier Wochen einen Termin beim Facharzt vermitteln. Dies hat die Bundesregierung mit dem Versorgungsstärkungsgesetz so festgelegt: Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VSG). so festgelegt. Seit April 2017 vermittelt die TSS zudem Termine für ein Erstgespräch bei einem niedergelassenen Psychotherapeuten.

Das Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung, § 75 Abs. 1a SGB V, regelt unter anderem:

  • Termine müssen innerhalb einer Woche vermittelt werden.
  • Dafür ist eine Überweisung Voraussetzung (Ausnahme: Augen- und Frauenärzte sowie Psychotherapeuten).
  • Wartezeit bis zum Termin maximal vier Wochen
  • Ausgenommen von der Vermittlung sind Bagatellerkrankungen und Routineuntersuchungen.
  • Patienten haben keinen Anspruch auf Termine bei einem bestimmten Arzt oder Therapeuten („Wunscharzt“).
  • zumutbare Entfernung
  • Behandlungstermin im Krankenhaus, falls fristgerechte Terminvermittlung scheitert

Mehr Infos zu den Regelungen rund um die TSS

zuletzt aktualisiert am: 20.11.2018

Termine melden

Mitglieder der KVH melden Termine über das KV SafeNet-Portal. Dort finden Sie nach dem Login in der linken Spalte den Menüpunkt eTerminservicestelle (Anleitung zur Terminmeldung und Anleitung zur Terminmeldung für Psychotherapeuten).

Ansprechpartner

info.line

Mo – Fr: 7 – 17 Uhr

Tel 069 24741-7777
Fax 069 24741-68826
info.line(at)kvhessen(.)de

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