Eine Frau sitzt vor einem Schreibtisch. Sie telefoniert mit einem Handy während sie Dokumente liest.

Im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung im Gesundheitswesen und der bevorstehenden Reform der Notfallversorgung strebt der Gesetzgeber eine flächendeckende Einführung einheitlicher Strukturen zur Notfallversorgung an. Zu diesem Zweck hat die KVH gemeinsam mit den Projektpartnern das Pilotprojekt SaN initiiert.

SaN-Projekt: ein Schnittstellenprojekt zur ambulanten Notfallversorgung

Hinter dem hessischen SaN-Projekt steckt ein deutschlandweit einzigartiges Modellprojekt zur Notfallversorgung. SaN steht dabei für „Sektorenübergreifende ambulante Notfallversorgung“. Denn abseits der aktuellen Coronapandemie ist die Reform der ambulanten Notfallversorgung eines der zentralen Strukturthemen im deutschen Gesundheitswesen.

In drei hessischen Landkreisen startete das Modellprojekt, in dessen Rahmen die Versorgung konsequent weiterentwickelt wird: sektorenübergreifend, orientiert an den für die Behandlung passendsten Ressourcen und durch konsequente Digitalisierung in Echtzeit verfügbar.

Das Problem ist bekannt: Patienten mit eigentlich weniger schweren Erkrankungen suchen Notfallaufnahmen von Kliniken auf und binden dort Ressourcen, die dringend für die akute Behandlung schwer Erkrankter benötigt werden. Andererseits ist über die 112 angefordertes Rettungsdienstpersonal verpflichtet, Patienten ins Krankenhaus zu bringen, obwohl diese in der ambulanten Versorgung beim Haus- und Facharzt betreut werden könnten.

Ziele des Pilotprojektes sind daher die Reduzierung vermeidbarer Einsätze des Rettungsdienstes sowie die Entlastung der Notaufnahmen in Krankenhäusern.

Schnelle, passgenaue Patientensteuerung

Durch den Einsatz digitaler Systeme (SmED/IVENA) können nicht nur alle Gesundheitsdaten unmittelbar zur Verfügung gestellt und übergeben werden, auch die passgenaue räumliche Steuerung ins Krankenhaus oder in die Praxis ist durch die digitalen Assistenzsysteme möglich. Das bedeutet im Ergebnis: Patienten werden schnell richtig behandelt.

Das Prinzip des Modellprojekts ist denkbar einfach: Partnerpraxen loggen sich in IVENA, ein System zur Ressourcenübersicht in Echtzeit, ein und stellen ambulante Versorgungsressourcen zur Verfügung. Diese können vom Rettungsdienst bei Bedarf „geblockt“ und die Praxen angefahren werden. Erfordert das Krankheitsbild eine Versorgung im Krankenhaus, fährt der Rettungsdienst mittels IVENA das Krankenhaus in der Nähe mit verfügbaren Versorgungskapazitäten an.

Projektpartner und Evaluation

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) ist genauso Projektpartner wie die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH), die Hessische Krankenhausgesellschaft (HKG), die drei beteiligten Landkreise, die Landesärztekammer Hessen sowie der Hessische Städte- und Hessische Landkreistag.

Evaluiert wird das Pilotprojekt durch das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (Zi) in Berlin.

Wenn Sie noch mehr über das SaN-Projekt erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen unsere detaillierte Projektbeschreibung

zuletzt aktualisiert am: 09.09.2021

Projektbeschreibung des Hessenmodells SaN

SaN-Projektpartner

Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH)
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration (HMSI)
Hessische Krankenhausgesellschaft
Main-Taunus-Kreis
Main-Kinzig-Kreis
Landkreis Gießen
Landesärztekammer Hessen
Hessischer Landkreistag
Hessischer Städtetag
Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi)
 

Ansprechpartner

Dr. Eckhard Starke

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
stellv. Vorstandsvorsitzender

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 247416969
eckhard.starke(at)kvhessen(.)de

Ansprechpartner

Julia Lampferhoff

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Referentin Vorstand

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 247416994
julia.lampferhoff(at)kvhessen(.)de

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