In Deutschland darf nicht jeder Vertragsarzt und -psychotherapeut automatisch sämtliche Behandlungen an Patienten durchführen und abrechnen. Für bestimmte Kassenleistungen wie Ambulante Operationen (AOP) brauchen sie eine Genehmigung. Dies dient der Qualitätssicherung im Sinne der Patienten und Praxen. Hessische Vertragsärzte und -psychotherapeuten beantragen die Genehmigung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH).

Ambulantes Operieren

Viele chirurgische Eingriffe können heute ambulant durchgeführt werden, also ohne anschließenden Aufenthalt in Kliniken oder Krankenhäusern. Diese Eingriffe sind im Vertrag Ambulantes Operieren (AOP) als AOP-Katalog aufgelistet. Der Vertrag regelt die Rahmenbedingungen zur Durchführung ambulanter Operationen und sonstiger stationärer Eingriffe.

Die Frist für die Teilnahme an der Einrichtungsbefragung 2020 zur sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (sQS) ist am 20. März 2020 abgelaufen. Die an der Einrichtungsbefragung beteiligten Einrichtungen erhalten eine jährliche zusammenfassende Rückmeldung. Unter Downloads SQS können Ärzte Informationen herunterladen wie: einen Leitfaden zur Befragung, eine FAQ-Liste, ein Dokument für die Erfassung der Angaben zur Sterilgutaufbereitung bei Inanspruchnahme eines externen Dienstleisters sowie die Liste der so genannten Tracer-Operationen, die eine Dokumentationspflicht auslösen.

Die Einrichtungsbefragung für das Jahr 2021 beginnt am 1. Januar 2021. Dokumentationspflichtige Ärzte werden zum Ausfüllen der Dokumentation im KV-SafeNet freigeschaltet und im Laufe des vierten Quartals 2020 über die Einrichtungsbefragung persönlich informiert.

Fachärzte für

  • Augenheilkunde
  • Chirurgie
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  • Haut- und Geschlechtskrankheiten
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
  • Innere Medizin (Zulassung im fachärztlichen Versorgungsbereich)
  • Lungen- und Bronchialheilkunde
  • Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
  • Neurochirurgie
  • Orthopädie
  • Radiologie
  • Urologie

Für die Genehmigung zum  ambulanten Operieren müssen organisatorische, hygienische, räumliche und apparative Voraussetzungen erfüllt werden (siehe §§ 4 bis 7 der Qualitätssicherungsvereinbarung ambulantes Operieren).

Wie erhalte ich die Genehmigung?

Wenn Sie Ambulante Operationen als Leistung für gesetzlich Versicherte anbieten und abrechnen möchten, muss die KVH dies zunächst genehmigen. Mitglieder der KVH stellen dazu einen Antrag bei der KVH und weisen die geforderten Voraussetzungen nach. Bei dieser standortbezogenen Genehmigung müssen Sie für externe OP-Räume auch die Nutzungserklärung ausfüllen und einen weiteren Antrag stellen, wenn sich der OP-Standort verändert. Bitte beachten Sie, dass Genehmigungen nicht rückwirkend erteilt werden können.

Welche Leistungen sie nach der Genehmigung abrechnen können, hat die KVH ihren Mitgliedern in der Liste genehmigungspflichtiger Leistungen (GELE-Liste) zusammengefasst.

zuletzt aktualisiert am: 20.05.2020

Abrechnung

Schon gesehen? Die KVH informiert ihre Mitglieder auch über die Abrechnung von Kassenleistungenin hessischen Vertragsarzt- und -psychotherapeutenpraxen sowie über aktuelle EBM-Änderungen.

Ansprechpartner

Beate Hartmann

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Qualitätssicherung Substitution & weitere Genehmigungen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-6551
Fax 069 24741-68819
qs.fb1.1(at)kvhessen(.)de

Ansprechpartner

Stefanie Gilmer

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Qualitätssicherung Substitution & weitere Genehmigungen

Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Tel 069 24741-6354
Fax 069 24741-68819
qs.fb1.1(at)kvhessen(.)de

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