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Telematikinfrastruktur

14.09.2018

Neue Informationen: Petition der KBV zur Fristverlängerung!
Sie haben Fragen? Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der info.line stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

info.line

Tel: 069 24741-7777 Fax: 069 24741-68826 E-Mail: info.line(at)kvhessen.LÖSCHEN.de
Sprechzeiten: Montag bis Freitag 7 bis 17 Uhr

Aktueller Stand der Telematikinfrastruktur

Alle relevanten Informationen zum Anschluss an die Telematikinfrastruktur haben wir in dem unten verlinkten Infoheft zur Telematikinfrastruktur zusammengestellt. Verknüpfend dazu raten wir Praxen, die sich an die Telematikinfrastruktur anschließen wollen, darauf zu achten, dass die Preise durch die Erstattungspauschale gedeckt sind. Dazu ist es ratsam, sich im Vertrag zusichern zu lassen, in welchem Quartal die Geräte installiert werden. Entscheidend für die Höhe der Erstattungspauschale ist der Zeitpunkt des ersten Abgleichs des  Versichertenstammdatenmanagements und nicht die Bestellung oder Installation der TI-Technik.

Fristverlängerung für TI-Anbindung mit einer Petition gefordert

Die Vorsitzende der KBV-Vertreterversammlung, Dr. Petra Reis-Berkowicz, hat beim Deutschen Bundestag eine Petition eingebracht. Mit dieser wird jetzt noch einmal nachdrücklich die Verlängerung der gesetzlichen Frist für die Anbindung der Praxen an die Telematikinfrastruktur gefordert.

Derzeit sieht das E-Health-Gesetz vor, dass die Praxen bis zum 31. Dezember 2018 an die Telematikinfrastruktur angeschlossen sein müssen. Sonst drohen ihnen finanzielle Sanktionen in Form eines Honorarabzuges von einem Prozent. Deshalb wird der Gesetzgeber mit der Petition aufgefordert, so schnell wie möglich die gesetzliche Frist für die Anbindung der Praxen an die TI zu verlängern.

Sie können sich in die Listen bis zum 10. Oktober 2018 sowohl online als auch schriftlich eintragen. Damit ein sogenanntes „Quorum“ erreicht wird, sind bundesweit 50.000 Unterschriften notwendig.

Dr. Reis-Berkowicz hätte dann die Möglichkeit, das gemeinsame Anliegen der Ärzteschaft vor den Abgeordneten des Petitionsausschusses vorzutragen. Die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten sind deshalb aufgerufen, die Petition zu unterstützen.

Die Vorstände der 17 Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und die KBV befürworten die Forderung ausdrücklich. KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel betonte: „Wir – die Vorstände der KBV und der KVen – nehmen es nicht hin, dass die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten für etwas bestraft werden sollen, das sie gar nicht zu verantworten haben“.

Die Petition unter der Nummer 83509 haben wir unter externen Links (Petition TI-Fristverlängerung) aufgeführt.

Zweiter Konnektor, mobile Kartenterminals und weitere Anbieter für die SMC-B-Karte zertifiziert

Der Konnektor der T-Systems International GmbH hat von der für den Aufbau der Telematikinfrastruktur zuständigen Gesellschaft gematik die Zulassung erhalten. Nach Angaben des Herstellers soll das Gerät jetzt noch unter realen Bedingungen erprobt werden, bevor es flächendeckend auf den Markt kommt.

Ärzte und Psychotherapeuten benötigen für die Telematikinfrastruktur mobile Kartenlesegeräte mit neuen Sicherheitsfunktionen. Nun stehen die ersten zugelassenen Geräte zur Verfügung und können bestellt werden. Derzeit haben drei Hersteller (Cherry GmbH, Zemo GmbH und Ingenico Healthcare GmbH) mobile Kartenterminals auf den Markt gebracht, welche von der gematik für den Gebrauch in der Telematikinfrastruktur (TI) zugelassen wurden. Zudem können die Bestandsgeräte ZEMO VML-GK2 der Zemo GmbH und das ORGA 930 M der Ingenico Healthcare GmbH mit einem VSDM Update nachgerüstet werden. Aktuell können Praxen, die bereits an die TI angeschlossen sind, sowohl alte als auch neue mobile Kartenterminals nutzen. Ein neues für die TI zertifiziertes Gerät benötigen sie spätestens dann, wenn bundesweit das Versichertenstammdatenmanagement eingeführt wurde. Denn nur damit können weiterhin alle Versichertendaten von der Gesundheitskarte ausgelesen werden.

Darüber hinaus sind mit der T-Systems International GmbH und der medisign GmbH neben der Bundesdruckerei GmbH zwei weitere Anbieter für die Herausgabe der SMC-B Karte (Praxisausweis) von der gematik zertifiziert worden.

 

Aktuelle Information zur Fachanwendung Notfalldatenmanagement

Im Dezember 2017 wurde die Voraussetzung für die Grundlagen für das Notfalldatenmanagement geschaffen. Nun müssen die Hersteller die für das Notfalldatenmanagement notwenige Technik entwickeln, testen und den Praxen zur Verfügung stellen. Die für das Notfalldatenmanagement festgelegten Gebührenordnungspositionen (GOP) gelten seit dem 1. Januar 2018. Sofern die Vertragsarztpraxis noch nicht an die Telematikinfrastruktur angeschlossen ist und nach Kenntnis der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung die technischen Voraussetzungen zur Nutzung der Anwendung gemäß § 291a Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 SGB V i. V. m. Anlage 4a zum BMV-Ä noch nicht vorliegen, ist ein Notfalldatenmanagement nicht möglich.


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