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Telematikinfrastruktur

16.03.2018

Sie haben Fragen? Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der info.line stehen Ihnen gerne  zur Verfügung.

info.line

Tel: 069 24741-7777 Fax: 069 24741-68826 E-Mail: info.line(at)kvhessen.LÖSCHEN.de
Sprechzeiten: Montag bis Freitag 7 bis 17 Uhr

Aktueller Stand der Telematikinfrastruktur

Alle relevanten Informationen zum Anschluss an die Telematikinfrastruktur haben wir in dem unten verlinkten Infoheft zur Telematikinfrastruktur zusammengestellt. Verknüpfend dazu raten wir Praxen, die sich an die Telematikinfrastruktur anschließen wollen, darauf zu achten, dass die Preise durch die Erstattungspauschale gedeckt sind. Dazu ist es ratsam, sich im Vertrag zusichern zu lassen, in welchem Quartal die Geräte installiert werden. Entscheidend für die Höhe der Erstattungspauschale ist der Zeitpunkt des ersten Abgleichs des  Versichertenstammdatenmanagements und nicht die Bestellung oder Installation der TI-Technik.

KBV strebt Nachverhandlungen der Förderbeträge an

Die KBV geht davon aus, dass sich die Preise für die TI Komponenten am Markt wahrscheinlich nicht so entwickeln werden wie vor einem Jahr angenommen. Noch sind die von der Industrie aufgerufenen Preise für Konnektoren und stationären Kartenterminals durch die Förderbeträge für die Erstausstattung nahezu abgedeckt. Aufgrund der signifikanten Reduzierung der Erstausstattungspauschale im 3. Quartal 2018 rechnet die KBV damit, dass die Kosten für den Anschluss an die Telematikinfrastruktur nicht mehr gedeckt sind. Deshalb wird die KBV in Nachverhandlungen über eine Erhöhung der Förderbeträge mit den Krankenkassen einsteigen. Diese Option auf eine Anpassung der Finanzierungsvereinbarung wurde verabredet, falls sich die Preise für die technischen Komponenten nicht so entwickeln wie in der Finanzierungsvereinbarung angenommen wurde.

KBV strebt Verlängerung der Frist um ein halbes Jahr an

Des Weiteren sieht die KBV den engen Zeitplan sowie die drohenden Honorarkürzungen für Praxen, welche ab 2019 nicht an die Telematikinfrastruktur angeschlossen sind, kritisch. Dies begründet sich dadurch, dass es für die Industrie kaum möglich ist, bis Jahresende alle rund 100.000 Vertragsarztpraxen mit den technischen Komponenten der Telematikinfrastruktur auszustatten. Verknüpfend dazu geht die KBV davon aus, dass im Laufe des ersten Halbjahres zwei weitere Anbieter Konnektoren auf dem Markt anbieten werden. Aufgrund dessen strebt die KBV eine Verlängerung der Frist für den Anschluss an die Telematikinfrastruktur um mindestens ein halbes Jahr an.

Aktuelle Information zur Fachanwendung Notfalldatenmanagement

Im Dezember 2017 wurde die Voraussetzung für die Grundlagen für das Notfalldatenmanagement geschaffen. Nun müssen die Hersteller die für das Notfalldatenmanagement notwenige Technik entwickeln, testen und den Praxen zur Verfügung stellen. Die für das Notfalldatenmanagement festgelegten Gebührenordnungspositionen (GOP) gelten seit dem 1. Januar 2018. Sofern die Vertragsarztpraxis noch nicht an die Telematikinfrastruktur angeschlossen ist und nach Kenntnis der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung die technischen Voraussetzungen zur Nutzung der Anwendung gemäß § 291a Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 SGB V i. V. m. Anlage 4a zum BMV-Ä noch nicht vorliegen, ist ein Notfalldatenmanagement nicht möglich.


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