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Liebe Mitglieder, Qualitätssicherung gehört zu den wichtigsten Aufgaben in der ambulanten Versorgung. Um die Qualität der medizinischen Leistungen abzusichern, bedarf es unterschiedlicher Verfahren: von der Genehmigung bis hin zur QS-Prüfung. Wir unterstützen Sie gerne bei Fragen zu den benötigten Qualifikationen und Voraussetzungen. Sprechen Sie uns jederzeit an.

Heike Morbitzer,
Qualitätssicherung Substitution und HIV

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Qualitätssicherung und Genehmigungspflicht

Neuropsychologische Therapie

09.08.2018

Hier finden Sie den Kontakt zu Ihren Ansprechpartnern, weitere Infos und Downloads.

Geneviève Bebronne
Tel: 069 24741-6658
Fax: 069 24741-68819
E-Mail: qs.fb1.9(at)kvhessen.LÖSCHEN.de

Anna Sophie Zebi
Tel: 069 24741-6688
Fax: 069 24741-68819
E-Mail: qs.fb1.9(at)kvhessen.LÖSCHEN.de

Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Qualitätssicherung Substitution & weitere Genehmigungen
Europa-Allee 90
60486 Frankfurt

Die neuropsychologische Diagnostik und Therapie dient der Feststellung und Behandlung von hirnorganisch verursachten Störungen geistiger (kognitiver) Funktionen, des emotionalen Erlebens, des Verhaltens und der Krankheitsverarbeitung sowie der damit verbundenen Störungen psychosozialer Beziehungen. Betroffen sind Patienten mit hirnorganischen Erkrankungen, z. B. nach einem Schlaganfall oder Unfall.

Wer kann die Genehmigung erhalten?

Die Feststellung der Indikation für eine neuropsychologische Therapie erfolgt in zwei Stufen (§ 5 Abs. 1 Anlage I Nr. 19 Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung).

Stufe 1: somatische Abklärung (Indikation) – nicht genehmigungspflichtig

  • FÄ für Neurologie
  • FÄ für Nervenheilkunde
  • FÄ für Psychiatrie
  • FÄ für Psychiatrie und Psychotherapie
  • FÄ für Neurochirurgie
  • FÄ für Kinder- und Jugendmedizin mit dem Schwerpunkt Neuropädiatrie
  • FÄ für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie


Stufe 2: neuropsychologische Diagnostik, Indikationsstellung und Behandlungsplan

  • FÄ für Neurologie
  • FÄ für Nervenheilkunde
  • FÄ für Psychiatrie
  • FÄ für Psychiatrie und Psychotherapie
  • FÄ für Kinder- und Jugendmedizin mit Schwerpunkt Neuropädiatrie
  • FÄ für Neurochirurgie
  • FÄ für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
  • Ärztliche Psychotherapeuten, Psychologische Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten mit fachlicher Befähigung nach § 13 der Psychotherapie-Richtlinie

Welche zusätzlichen fachlichen Voraussetzungen müssen Sie mitbringen?

  • neuropsychologische Zusatzqualifikation inhaltsgleich oder gleichwertig der jeweiligen Zusatzbezeichnung für Neuropsychologie gemäß Weiterbildungsordnung der Landespsychotherapeutenkammern oder, soweit eine solche nicht besteht, gemäß der Muster-Weiterbildungsordnung der Bundespsychotherapeutenkammer.


Hinweis: In der ärztlichen Weiterbildungsordnung gibt es bisher noch keine entsprechende Zusatzbezeichnung. Daher müssen Ärzte zum Erhalt einer Abrechnungsgenehmigung zur Durchführung der spezifischen neuropsychologischen Diagnostik und Therapie die vorgenannten Inhalte inhaltsgleich oder gleichwertig nachweisen.

Welche sonstigen Voraussetzungen sind zu erfüllen?

  • Meldung des Therapiebeginns an die zuständige Krankenkasse

  • Stufendiagnostik nach den § 5 Abs. 2 und 3 Anlage I Nr. 19 Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung nicht durch denselben Leistungserbringer

  • Anforderungen an Anwendungsformen, Leistungserbringung, Leistungsinhalt und Leistungsumfang der neuropsychologischen Therapie entsprechend § 7 Anlage I Nr. 19 Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung

    • maximal bis zu fünf probatorische Sitzungen zur Diagnostik

    • Einzelbehandlungen bis zu 60 Sitzungen à 50 Minuten oder 120 Sitzungen bei Unterteilung in 25 Minuten, ggf. um 20 Sitzungen verlängerbar

    • Gruppenbehandlung bis zu 40 Sitzungen à 100 Minuten oder bis zu 80 Sitzungen à 50 Minuten Sitzungsdauer

    • bei Kombination von Einzel- und Gruppentherapie ist die gesamte Behandlung im Rahmen des als Regelfall definierten Leistungsumfangs von 60 oder 120 Sitzungen durchzuführen

Wie erhalte ich die Genehmigung?

Die Erteilung einer Genehmigung erfolgt nach einem Antragsverfahren bei der KVH (siehe Downloads unten).

Welche Leistungen kann ich abrechnen?

Das durch die Genehmigung zu erhaltende Abrechnungsspektrum entnehmen Sie bitte der Liste zu den genehmigungspflichtigen Leistungen (GELE-Liste, siehe unten unter Downloads).

Was muss ich bei der Dokumentation beachten?

  • Dokumentation der Befunde nach § 5 Anlage I Nr. 19 Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung, Therapieplan, Anzahl und Dauer der Behandlung pro Woche, Gesamtbehandlungsanzahl
    (Einzelheiten in § 9 I Nr. 19 Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung)

Wie erfolgt die Qualitätssicherung?

Einzelfallprüfung durch Stichproben-/Dokumentationsprüfung

  • Stichprobenprüfungen; Umfang nach der Qualitätsprüfungs-Richtlinie vertragsärztliche Versorgung (mindestens vier Prozent der abrechnenden Ärzte, jeweils zwölf Fälle)

Welche rechtlichen Grundlagen sind maßgebend?

  • Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses zu Untersuchungs- und Behandlungsmethoden der vertragsärztlichen Versorgung (Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung)

  • Musterweiterbildungsordnung der Bundes Psychotherapeutenkammer (BPTK)


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